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Schaffhausen: Zuwanderung und Überalterung

Immer mehr AHV-Beziehende und immer mehr Migrierte: Der Kanton Schaffhausen steht vor Herausforderungen und will diese mit 4 Schwerpunkten anpacken.

30.06.2022 / 06:39 / von: evo
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Die Schaffhauser Bevölkerung wächst. (Symbolbild: Pexels/Cameron Casey)

Die Schaffhauser Bevölkerung wächst. (Symbolbild: Pexels/Cameron Casey)

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Die Bevölkerung im Kanton Schaffhausen wächst. Grund dafür ist nicht eine erhöhte Geburtenrate, sondern die Einwanderung.

Wie die Schaffhauser Nachrichten schreiben, ist der Kanton wegen des negativen Geburtensaldos auf Zuwanderung von jüngeren Personen angewiesen, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die steigenden Bedürfnisse in der Gesundheitsvorsorge auffangen sollen. Der Ausländeranteil solle bis 2050 bis auf 30% ansteigen, heute läge er bei 26%.

Vor fünf Jahren habe der Kanton die kantonale Demografiestrategie verabschiedet. Diese enthielt 28 Massnahmen. Daraufhin habe die Schaffhauser Regierung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die nun einen fast 40-Seitigen Bericht abgegeben habe. Das Fazit dieses Berichts: Es sei nun noch dringlicher, sich der demografischen Herausforderung anzunehmen. Der Kanton wachse nicht nur sehr schnell, er sei auch mit einer starken Überalterung konfrontiert. Die Arbeitsgruppe schlage darum 25 Massnahmen vor, die sich in vier Schwerpunkten bündelten.

Vier Schwerpunkte sollen die Weichen für die Zukunft stellen

Schwerpunkt 1 sei es, genügend qualifizierte Arbeitskräfte im Kanton zu haben. Dazu sollt e das Angebot der Wirtschaftsförderung für Jungunternehmer ergänzt werden. Mit attraktiven Wohnangeboten wolle der Kanton junge Paare ansprechen.

Auch bei Menschen mit Beeinträchtigung sehe der Kanton Potenzial. Neben geschützten Arbeitsplätzen sollten sie auch vermehrt in der freien Wirtschaft eine Tätigkeit finden.

Bei Schwerpunkt 2 geht es um die Pflege. Ein bedarfsgerechtes und wohnortnahes Angebot an Pflege- und Gesundheitsleistungen soll die Lebensqualität und den Autonomiebedarf von Personen mit Unterstützungsbedarf fördern.

Schwerpunkt 3 behandle die Siedlungsentwicklung und das Mobilitätsangebot. Die Infrastruktur soll alters- und behindertengerecht umgebaut werden.

Schwerpunkt 4 fokussiere sich auf das Bildungsangebot. Frühe Sprachförderung oder Elternbildung sollen heute den Weg bereiten für die Fachkräfte von morgen.

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