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Schaffhauser Regierung zieht Schlussstrich unter EKS-Aktienaffäre

Der Kanton Schaffhausen hat zehn Prozent der Aktien der Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (EKS) zurückgekauft. Vor drei Jahren hatte der Kanton eben diese zehn Prozent an die EKS verkauft.

08.01.2021 / 13:19 / von: rme/sda
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Der Kanton Schaffhausen kauft zehn Prozent der Aktien des kantonalen Elektrizitätswerks zurück, nachdem er diese vor drei Jahren an das Elektrizitätswerk verkauft hatte. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Der Kanton Schaffhausen kauft zehn Prozent der Aktien des kantonalen Elektrizitätswerks zurück, nachdem er diese vor drei Jahren an das Elektrizitätswerk verkauft hatte. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Ende 2017 hatte der Schaffhauser Regierungsrat den damals von der Axpo Holding gehaltenen 25-Prozent-Anteil an der EKS übernommen. Zehn Prozent davon verkaufte er sogleich an die EKS weiter für 21,2 Millionen Franken.

Der Kanton kaufte die Aktien nun zum gleichen Preis zurück. Der Kauf sei aufgrund der «Eignerstrategie» des Regierungsrates für die EKS erfolgt. Die EKS habe nie beabsichtigt, die Aktien lange zu halten, wie die Schaffhauser Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die Aktien würden nach der Generalversammlung der EKS Ende Juni 2021 übertragen.

Verkauf sorgte für rote Köpfe

Der Kauf des 25-Prozent-Anteils Ende 2017 sorgte für einigen Trubel im Kanton: Denn neben den zehn Prozent, die an die EKS gingen, hatte der Regierungsrat die restlichen 15 Prozent an die EKT Holding AG weiterverkauft. Die EKT gehört dem Kanton Thurgau.

Der Kantonsrat war mit dem Verkauf an die EKT überhaupt nicht zufrieden gewesen. Im August 2019 entschied er, dass künftig das Parlament über den Verkauf von EKS-Aktien befinden soll.

Mit dem Verkauf wollte der Regierungsrat eine «strategische Partnerschaft» zwischen EKT und EKS schaffen, hatte es damals geheissen. Auch heute sieht er noch ein «Synergiepotential» im Netzbereich. Das Projekt einer gemeinsamen Netzbetriebsgesellschaft wurde 2018 allerdings auf Eis gelegt.

Aktien wurden 2004 an die Axpo verkauft

Mit der Übernahme der zehn Prozent der EKS-Aktien durch den Kanton sind diese also wieder dort, wo sie einst gestartet sind. Denn der 25-Prozent-Anteil an der EKS, den der Kanton Ende 2017 für 53 Millionen Franken von der Axpo übernommen hat, hatte er der Axpo 2004 für 40,5 Millionen Franken verkauft.

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