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Schaffhauser Sozialhilfeempfänger bekommen etwas mehr Geld

Der Kanton Schaffhausen passt die Sozialhilfebeiträge an die Teuerung an. Der Kantonsrat hat am Montag mit 47 Stimmen bei einer Gegenstimme und sechs Enthaltungen die Änderungen beim Grundbedarf für den Lebensunterhalt genehmigt.

13.09.2021 / 13:23 / von: sda/mma
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Im Kanton Schaffhausen bekommen Sozialhilfebezüger ab dem kommenden Jahr mehr Geld. (Symbolbild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

Im Kanton Schaffhausen bekommen Sozialhilfebezüger ab dem kommenden Jahr mehr Geld. (Symbolbild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI)

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Der Kanton Schaffhausen lehnt sich an die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe an und hat immer die Höhe des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt übernommen. Zuständig für Anpassungen ist der Kantonsrat.

Die teuerungsbedingten Anpassungen des Grundbedarfs in der Sozialhilfe orientieren sich an den Anpassungen des Bundesrates bei den AHV-, IV-, und EL-Renten. Entsprechend steigt der Grundbedarf jetzt um 9 Franken von 997 Franken auf 1'006 Franken. Bei Haushalten mit zwei Personen um 7 Franken pro Person, bei Haushalten ab sechs Personen noch um 2 Franken pro Person/Monat.

Die jährlichen Mehrkosten für Kanton und Gemeinden betragen knapp 100'000 Franken. Die Gemeinden müssen also mit Mehrkosten in der Höhe von rund 75'000 Franken rechnen und der Kanton mit rund 25'000 Franken zusätzlich.

Da die Höhe der Sozialhilfekosten neben dem Grundbedarf auch wesentlich von den Wohnkosten, der medizinischen Grundversorgung, von stationären Fremdplatzierungen und anderen situativen Leistungen bestimmt ist, hat die geplante Erhöhung des Grundbedarfs um 0,82 Prozent nur einen geringen Einfluss, wie es in der Vorlage der Regierung heisst. Der Gesamtaufwand für die direkte Sozialhilfe betrug 2020 im Kanton Schaffhausen insgesamt 19,7 Millionen Franken.

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