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Suissetec kritisiert EKS-Gutachten

Nachdem eine externe Untersuchung zum Schluss kommt, dass das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen im «Fall Suissetec» keine Fehler gemacht hat, nimmt der Verband nun selbst Stellung. Man sei gar nicht zufrieden mit dem Gutachten.

19.09.2018 / 16:56 / von: vsu
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Die Verantwortlichen des EKS haben laut einem Untersuchungsbericht keine Fehler gemacht. (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

Die Verantwortlichen des EKS haben laut einem Untersuchungsbericht keine Fehler gemacht. (Bild: RADIO TOP/Michel Eggimann)

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Vergangene Woche wurde der Bericht der externen Untersuchung zum «Fall Suissetec» veröffentlicht. Darin wurde festgehalten, dass die Verantwortlichen des Elektrizitätswerkes des Kantons Schaffhausen EKS keine Fehler gemacht haben. Der Gebäudetechnikerverband Suissetec wirft dem EKS vor, Solaranlagen illegal installiert zu haben

Nun veröffentlicht suissetec eine Stellungnahme zum Bericht: Sie kritisieren unter anderem, dass der Bericht nicht objektiv und neutral gehalten wurde. Es handle sich um ein privates Parteigutachten, wobei das Thema in einem engen und selektiven Rahmen vom Auftraggeber vorgegeben worden sei. «Bereits der Umstand, dass der Kunde selber ein Gutachten über sein eigenes Verhalten in Auftrag gibt und zudem noch den Umfang der Analyse vorgibt, wecken Zweifel, ob ein solches Gutachen überhaupt neutral sein kann.

Offensichtlich möchte der Auftraggeber keinen negativen Bericht über seine Handlungen. Und offensichtlich liegt es auch nicht im Interesse des beauftragten Gutachters, seinen Kunden zu verärgern» schreibt Suissetec in seiner Stellungnahme. Weiter wird kritisiert, dass bloss vom EKS zur Verfügung gestellte Informationsquellen verwendet wurden. Auch der Titel des Gutachtens «Fall Suissetec» sei «tendenziös und macht deutlich, dass dieses letztlich eine Abrechnung mit suissetec bezweckt» heisst es in der Mitteilung weiter.

Zum Schluss hält Suissetec fest: «Das sogenannte Gutachten genügt aufgrund seiner Unvollständigkeit, Mangelhaftigkeit und Voreingenommenheit in keiner Art und Weise und soll offenbar nichts anderem dienen, als Nebel zu verbreiten und die EKS von allem Verschulden freizusprechen». Weiter empfindet Suissetec das Gutachten als « Gefälligkeitsgutachten, mit welchem der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von EKS entlastet werden sollen».

«Die Gutachter hatten freie Hand», entgegnet der Präsident des Verwaltungsrates des EKS. TELE TOP hat bei beiden Parteien nachgehakt:

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Im «Fall Suissetec» wirft der Gebäudetechnikerverband dem Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen vor, dass es Solaranlagen illegal installiert hat – unter anderem mit Mitarbeitenden einer Firma aus Deutschland, die für die Installation keine Bewilligung hatten.

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