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Vogelgrippe in Deutschland: Vorbeugende Massnahmen in der Schweiz

In Deutschland wurde bei Junghennen die Vogelgrippe nachgewiesen. Darum ordnet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vorbeugende Massnahmen an. Betroffen davon ist auch der Kanton Schaffhausen.

09.04.2021 / 16:55 / von: asl
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Geflügelhalter im Kanton Schaffhausen müssen ihre Hühner wegen den Fällen von Vogelgrippe in Deutschland gut beobachten. (Archivbild: KEYSTONE/DPA dpa/A3512/_ROLAND WEIHRAUCH)

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In verschiedenen Geflügelhaltungen in Deutschland wurde die Vogelgrippe (aviäre Influenzavirus H5N8) nachgewiesen. Weil die Junghennen über mobile Geflügelhändler verkauft wurden, konnte sich die Krankheit über mehrere Bundesländer hinweg verbreiten. Baden-Württemberg ist besonders betroffen. Die Fälle stehen laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) nicht im Zusammenhang mit den erst kürzlich aufgetretenen Fällen von Vogelgrippe bei Wildvögeln.

Wie das BLV am Freitag mitteilt, werden darum in Absprache mit den kantonalen Behörden vorbeugende Massnahmen angeordnet. Die deutschen Überwachungszonen reichen im süddeutschen Raum bis auf Schweizer Boden. Gemäss der Mitteilung wurden jedoch keine infizierten Tiere legal in die Schweiz verkauft. Wer jedoch seit Anfang März bei einem mobilen Händler aus Deutschland lebendes Geflügel gekauft hat, muss sich beim zuständigen Amt melden.

Geflügel darf schweizweit nicht exportiert werden

Das BLV verordnet für einige grenznahe Gemeinden im Kanton Schaffhausen, Aargau und Basel-Land nun vorbeugende Massnahmen. Diese gelten ab Samstag, 10. April. Das Hausgeflügel darf nicht in andere Stallungen verschoben werden, Märkte mit Geflügel sind verboten und ebenso auch Veranstaltungen mit den Tieren. Der Mist der Tiere darf nicht aus den betroffenen Gebieten verbracht werden. Zudem ist eine kantonale Bewilligung nötig, wenn die Tiere zum Schlachthof transportiert oder Hühner ein- oder ausgestallt werden sollen. Die Halter sind verpflichtet, auffällig viele Krankheits- oder Todesfälle bei den Tieren den kantonalen Behörden zu melden und sich bei diesen zu registrieren.

Bis mindestens am 18. April dürfen zudem weder lebendiges Geflügel, Geflügelfleisch, Eier noch tierische Nebenprodukte exportiert werden. Dies ist für die gesamte Schweiz untersagt. In der Schweiz dürfen Eier und Fleischprodukte ohne Einschränkungen jedoch weitere verkauft werden. Das BLV führt weiter aus, dass Eier und Geflügelfleisch weiterhin ohne Bedenken konsumiert werden können.

Vorbeugende Massnahmen auch im Thurgau

Wie der Kanton Thurgau am Freitag mitteilt, sollen auch im Kanton vorbeugenden Massnahmen gelten, obwohl der Kanton nicht direkt von den Präventionsmassnahmen des BLV betroffen ist. Das Verbot des Exports gilt aber auch im Thurgau. Und der Kanton fordert in seiner Mitteilung die Geflügelhalter auf, einen wachen Blick auf ihre Hühner zu haben und auffällige Krankheits- oder Todesfälle dem zuständigen Veterinäramt zu melde. Ausserdem fordert das Kantonale Veterinäramt Geflügelhaltende dazu auf, sich bei den Behörden zu registrieren, sollten sie dies noch nicht getan haben.

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