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Ausgestellt: Was die Schweizer über die Schweiz denken

Kann man ein guter Schweizer sein und erst um 9 Uhr aufstehen? In der «Gulliver»-Umfrage an der Landesausstellung Expo 64 wollte man erfahren, wie die Schweizer über ihr Land denken. In einer Meinungsumfrage von Nexpo, dem nationalen Ausstellungsprojekt der Schweizer Grossstädte, wird diese Frage erneut aufgenommen.

31.07.2020 / 04:39 / von: szw/sda
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Die Schweizer enthüllen ihre Gedanken über das eigene Land. (Symbolbild: pixabay.com/Hans)

Die Schweizer enthüllen ihre Gedanken über das eigene Land. (Symbolbild: pixabay.com/Hans)

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Ziel der anonymen Publikumsumfrage ist es herauszufinden, was die Menschen in der Schweiz bewegt und was sie bewegt, was sie gemeinsam haben, was sie als Individuen und als Gesellschaft auszeichnet, teilten die Initiatoren am Donnerstag mit.

Am 1. August wird die Online-Umfrage «Nexplorer» in Lausanne lanciert. «Wir werden ein Velo mit Anhänger haben und wir werden bereit sein, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten», sagte sagte Juri Steiner, Mitglied des Kuratorenteams von Nexpo, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Wir wollen Neugierde und Interesse wecken.»

Man kann sich an der Umfrage vor Ort oder später online beteiligen. Nach Lausanne tourt «Nexplorer» mit dem Fahrrad durch Zürich, Luzern, Lugano, Winterthur und Bern. «Uns war es wichtig, die Umfrage nicht nur online durchzuführen», sagt Steiner.

Der Fragebogen beinhaltet rund 50 Fragen zum «Zusammenleben in der Schweiz im 21. Jahrhundert». «Es geht darum, zu sehen, wie verschiedene Regionen und Generationen funktionieren», fügte Steiner hinzu. Die ersten Auswertungen finden an den Nexpo-Rencontres am 12. September in Bern statt.

Zensur durch Landesregierung

An der Expo 64 beteiligten 560'000 Personen an der «Gulliver-Umfrage». Dem Bundesrat waren die Antworten stellenweise zu progressiv und er verhinderte deren Veröffentlichung.

Die «Gulliver-Umfrage» wird vom Nexpo-Team am 1. August in Lausanne in der Nähe des Théâtre de Vidy, dem Gelände der Expo 64, vorgestellt. «Das ist eine Form der Hommage an die damalige Publikumsbefragung, die zu ihrer Zeit wirklich revolutionär war», sagte Steiner.

Das Nexpo-Projekt einer neuen Landesausstellung, die für 2028 geplant ist, vereint die zehn grössten Städte der Schweiz: Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich. Andere Städte haben sich dem Projekt als passive Mitglieder angeschlossen, darunter Freiburg, Neuenburg und La Chaux-de-Fonds.

Weitere Projekte

Mindestens zwei weitere Projekte für eine Landesausstellung sind in Vorbereitung. Svizra27 soll 2027 in den fünf Nordwestschweizer Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn stattfinden und sich dem Thema «Mensch - Arbeit – Zusammenhalt» widmen.

Das Projekt X-27 bringt ehemalige Expo.02-Mitarbeiter zusammen, die im Innovationspark Zürich am Flughafen Dübendorf eine Ausstellung organisieren wollen. Der Wettbewerb wird voraussichtlich bis 2022 dauern.

Die letzte Landesausstellung fand 2002 auf den Arteplages von Biel, Neuenburg, Yverdon-les-Bains und Murten statt. Ein für 2027 geplantes Projekt in der Bodenseeregion wurde 2016 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Die erste Landesausstellung 1833 in Zürich statt.

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