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Bahnunternehmen BLS hat vom Bund zu hohe Abgeltungen erhalten

Das Bahnunternehmen BLS hat aufgrund eines fehlerhaften Zinsglättungsmodells für das Rollmaterial von Bund und Kantonen zu hohe Abgeltungen im regionalen Personenverkehr erhalten. Dies hat die Revision des Bundesamtes für Verkehr (BAV) bei einer Prüfung festgestellt.

15.03.2019 / 08:16 / von: mco/sda
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Ein Zug der BLS ist unterwegs im Lötschberger Winter. (Bild: bls.ch)

Ein Zug der BLS ist unterwegs im Lötschberger Winter. (Bild: bls.ch)

Das BAV habe nun mit der BLS AG vereinbart, dass die aufgelaufene Vorfinanzierung von 29,4 Millionen Franken aus der Periode von 2014 bis 2017 in den nächsten vier Jahren durch eine Kürzung des Abgeltungsbetrages vollständig kompensiert werde, teilte das BAV am Freitag mit.

Der regionale Personenverkehr (RPV) mit Erschliessungsfunktion wird laut BAV vom Bund zusammen mit den Kantonen bestellt und abgegolten. Dafür stehen pro Jahr rund zwei Milliarden Franken zur Abgeltung der ungedeckten Kosten zur Verfügung (je hälftig von Bund und Kantonen), heisst es in der Mitteilung.

Zu diesen Kosten gehören demnach auch die Folgekosten für die Beschaffung von Rollmaterial in Form von Abschreibungen und Zinsen. Diese werden von den Transportunternehmen in ihren Offerten geltend gemacht und sind nach Genehmigung der Offerten bei den Abgeltungen zu berücksichtigen.

Das BAV habe aufgrund des Prüfungsberichtes Rückschlüsse für den Umgang mit Glättungsmodellen im abgeltungsberechtigten Regionalverkehr gezogen. Die internen Vorgaben und Auflagen für die künftige Anwendung und Überwachung von Glättungsmodellen seien verschärft worden, teilte das Amt mit.

Solche Modelle würden in Zukunft nur noch in sehr beschränktem Umfang bewilligt und besser überwacht. Alle bestehenden Glättungsmodelle werden im laufenden Jahr vollständig überprüft, wie es weiter heisst.