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Bauern fordern höhere Milch- und Getreide-Preise

Landwirtinnen und -wirte sind wegen gestiegener Preise mit Mehrkosten von rund 900 Millionen Franken konfrontiert. Auf 300 Millionen Franken davon bleiben sie sitzen. Ihre Verbände verlangen darum höhere Preise für Milch und Getreide.

10.08.2022 / 15:25 / von: sda/cfi
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Der Bauernverband fordert höhere Preise für Getreide und Milch. (Archivbild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Der Bauernverband fordert höhere Preise für Getreide und Milch. (Archivbild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

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Demnach soll der Preis für 100 Kilo Brotgetreide um acht Franken steigen, der Milchpreis um fünf Rappen pro Kilo. Hinter der Forderung stehen der Schweizer Bauernverband (SBV), die Schweizer Milchproduzenten (SMP) und der Schweizer Getreideproduzentenverband, wie sie am Mittwoch in einem gemeinsamen Communiqué schreiben. Sie machen geltend, dass alle Industriezweige unter höheren Produktionskosten leiden, so auch die Landwirtschaft. Die drei Verbände veranschaulichen das Problem am Brot- und Getreidepreis. Der Anbau eines Hektars (10'000 Quadratmeter) Brotgetreide ist wegen der gestiegenen Energie-, Dünger- und Maschinenkosten 500 Franken teurer geworden. Um das zu decken, wäre die Preiserhöhung um acht Franken für 100 Kilo Weizen nötig. Das würde den Verkaufspreis eines Kilos Brot um 8 Rappen erhöhen. Aktuell liegt der Brotpreis gemäss den Verbänden bei etwa 7,60 Franken pro Kilo. Mit der relativ geringen Preiserhöhung von knapp zwei Prozent würden die Produzenten einen fairen Preis erhalten. Der Bauernverband erwartet von den Getreidebranche und den nachgelagerten Detailhändlern eine Nachbesserung für die diesjährige Ernte. Bäuerinnen und Bauern seien auf eine angemessene Entschädigung angewiesen und müssten ihre Mehrkosten auch weitergeben dürfen.

Die Milchproduzenten hatten bereits im März den Richtpreis pro Kilo Milch um fünf Rappen erhöht. Grund war damals die sinkende Inlandproduktion bei gleichzeitiger guter Preisentwicklung auf den internationalen Märkten. Nicht zuletzt durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Produktionskosten den Angaben zufolge seither und waren im Mai fast zehn Prozent höher als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt Milch international weiter sehr gefragt, und die internationalen Preise sind weiter gestiegen. Aus diesen Gründen verlangen der Bauernverband und die Milchbauern fünf Rappen mehr pro Kilo Milch, das sie in der Molkerei abliefern.

 

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Hubert Eigenmann
am 11.08.2022 um 01:02
Wann fordern den die Schweizer Bauern nicht. Viel zu überhöhte subventionierte geschützte Institution.