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Berset: Corona-Lage unter Kontrolle - Weitere Efforts notwendig

Laut Gesundheitsminister Alain Berset hat die Schweiz die Corona-Situation derzeit im Griff. Die Lage bleibe aber fragil - so lange bis die Durchimpfungsrate wesentlich höher sei. Am ambitionierten Impfziel hält der Bundesrat weiterhin fest.

18.02.2021 / 17:22 / von: mle/sda
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(Bild: KEYSTONE/Alessandro della Valle)

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«Bis Ende Juni sollen alle, die es wünschen, gegen das Virus geimpft sein», sagte Berset am Donnerstagabend vor den Bundeshausmedien. «Die Behörden machen, was sie können - ganz alles können wir aber nicht beeinflussen.» Berset meinte damit die Lieferverzögerungen der bei dem Impfstoffherstellern.

«Die Durchimpfung ist momentan klar zu wenig hoch für den Schutz der Gesellschaft», sagte Berset. Von den 32 Millionen bestellten Impfdosen sei erst ein Bruchteil da. Er zeigte sich aber überzeugt, dass insbesondere im Mai und Juni viel mehr Impfungen pro Tag durchgeführt werden können. Derzeit sind es täglich rund 18'000 Impfungen.

Bundesrat ist mit der Arbeit der Kantone zufrieden

Gesundheitsminister Alain Berset hat die wichtige Rolle der Kantone bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstrichen. Er dankte ihnen für die «immense logistische Arbeit bei den Impfungen, den Tests und bei der Kontaktverfolgung».

Es gebe vonseiten der Kantone viele Wünsche und das Verlangen, rasch zur Normalität zurückzukehren, sagte Berset am Donnerstagabend vor den Bundeshausmedien nach einem Treffen mit den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren. «Es braucht einen koordinierten Weg.»

Es sei klar, dass die Öffnungsstrategie mit der Teststrategie einhergehen müsse, sagte Berset weiter. «Es muss noch mehr getestet werden, das ist aber einfacher gesagt als getan.» Auch die Kontaktverfolgung, das sogenannte Contact Tracing, sei anspruchsvoll für die Kantone. «Diese Arbeit ist aber zentral, gerade vor dem Hintergrund der neuen, ansteckenderen Virusvarianten.»

Engelberger für vorsichtige Öffnung - sonst wieder Lockdown

Lieber kontrolliert und vorsichtig öffnen, um nicht später einen erneuten Corona-bedingten Lockdown zu riskieren. Dafür plädierte GDK-Präsident Lukas Engelberger nach einem Treffen der Kantonsvertreter mit Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset am Donnerstag in Bern.

Man habe grosses Verständnis für die wachsende und weitverbreitete Ungeduld, sagte Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Und weiter: «Wir brauchen jetzt nachhaltige Zuversicht, dass alles besser wird.»

Engelberger sprach sich vor den Bundeshausmedien für einen gesamtschweizerischen Ansatz aus. «Nationale Massnahmen sind derzeit die beste Lösung.» Die Situation in den verschiedenen Kantonen unterscheide sich aktuell nicht signifikant. Kantonale Lösungen seien dann angebracht, wenn es «abgrenzbare regionale Clusters» gebe. Das könne in ein paar Monaten wieder der Fall sein.

Die Impfungen seien gut angelaufen, allerdings scheine es, als würden einzelne Kantone mit angezogener Handbremse vorgehen. Ebenso wichtig sei das Testen - auch dort gebe es noch Luft nach oben, sagte Engelberger.

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