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Biber, Ente und Schwan: Wie das Hochwasser die Tiere beeinflusst

Die Wasserpegel der Schweizer Gewässer schwellen weiter an. Die Wassermassen setzen Häusern und Infrastruktur zu. Doch wie ist die Situation für die tierischen Uferbewohner? RADIO TOP hat mit Tierexperten die Situation analysiert.

15.07.2021 / 13:13 / von: mma
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Für die Biber ist vor allem die Überflutung ihres Baus eine Gefahr. (Symbolbild: Keystone/dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Für die Biber ist vor allem die Überflutung ihres Baus eine Gefahr. (Symbolbild: Keystone/dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

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Regenjacke und Schirm sind momentan im Dauereinsatz. Die starken Regenfälle lassen die Gewässer in Schweiz stark anschwellen. Uferbereiche sind teilweise bereits geflutet. Eine Situation, die für Menschen gefährlich werden kann. Doch wie sieht es mit den tierischen Uferbewohnern aus?

RADIO TOP hat mit Tierexperten über die jetzige Lage der tierischen Uferbewohner gesprochen:

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Das Fazit der Experten ist durchzogen. So freuen sich beispielsweise Enten und Schwäne über die Wassermassen, erklärt Pascal Marty vom Zoo Zürich: «Enten und Schwäne sind flexibel. Bei einer starken Strömung können sie einfach wegfliegen.» Zudem profitieren sie von den überfluteten Ufern. Sie nutzen diese als Futterquelle.

Während die aktuelle Situation für ausgewachsene Wasservögel also nicht prekär ist, sieht es beim gefiederten Nachwuchs ein bisschen anders aus. Für die Jungtiere kann dieses Wetter gefährlich werden, erläutert Elisabeth Schlumpf von der Voliere Zürich. Durch die Wassermassen könnten die Nester, die teilweise noch Eier enthalten, weggeschwemmt oder überflutet werden. Die frischgeschlüpften Küken müssten zudem gegen die starke Strömung ankämpfen. Die Eltern würden allerdings dafür sorgen, dass die Küken bei zu starker Strömung an Land gehen.

Ebenfalls am Wasser wohnt der Biber. Biber sind eigentlich gute Schwimmer und wie bei den Vögeln bietet ihm das Hochwasser neue Futterquellen. Doch seinen Bau, in dem er seine Jungen aufzieht, kann er nicht gut schützen, erklärt Pascal Marty. Der Biberdamm könnte geflutet werden, was für die Jungtiere eine Gefahr darstellt.

Die Tiere sind also gut auf die momentane Situation vorbereitet. Eine akute Gefahr bestehe nicht, betonen beide Experten.

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