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Bund beurteilt epidemiologische Entwicklung vorsichtig optimistisch

Die Situation mit den sinkenden Fallzahlen, Hospitalisationen und Todesfällen stimmt den Bund «verhalten optimistisch», wie Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag sagte.

26.01.2021 / 15:23 / von: sda/mma
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Die Experten des Bundes haben zur aktuellen Lage informiert. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Die Experten des Bundes haben zur aktuellen Lage informiert. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

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«Die Richtung stimmt, nur beim Tempo haperts leider noch ein bisschen.» Es gebe deshalb noch keinen Grund, «sich tiefenentspannt zurückzulehnen». Grund dafür seien die Reproduktionszahl, die weiterhin nahe bei eins sei, sowie die zunehmende Zahl von Fällen mit der mutierten Virusvariante.

Auch in den Spitälern habe der Druck noch nicht gross abgenommen, sagte Mathys vor den Bundeshausmedien. Fast ein Drittel der Personen auf Intensivstationen seien Covid-Patienten.

Die Todesfälle nehmen laut Mathys aber ab, innert eines Monats habe sich die Zahl halbiert. Noch immer gebe es eine «gewisse Übersterblichkeit bei über 65-Jährigen». Auch diese Zahl nehme aber ab. Positiv sei auch, dass bis anhin keine Fälle der brasilianischen Virusvariante in der Schweiz nachgewiesen worden seien.

Mathys mahnte aber weiter zu Vorsicht: «Wenn wir ein Niveau erreichen wollen mit deutlich tieferen Zahlen, müssen wir weiterhin diszipliniert sein.» Es brauche weiterhin die Anstrengung der gesamten Bevölkerung.

Noch sei die Epidemie noch nicht so eingedämmt, dass eine lückenlose Kontaktverfolgung gewährleistet sei. «Wir haben noch keine Luft im System.»

Die aktuelle Lage sei schwer zu fassen und zu beurteilen. Der Anstieg der Ansteckungen mit den neuen Varianten müsse unbedingt verlangsamt und Neuansteckungen müssten weiter reduziert werden, sagte Martin Ackermann, Präsident der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes. Deshalb brauche es weiter «den gleichen Geist wie über die Feiertage».

Im Gegensatz zu den Erwartungen seien die Fallzahlen nach unten gegangen während und nach den Jahresend-Feiertagen. Die Bevölkerung in der Schweiz sei also sehr verantwortungsvoll mit den schwierigen Umständen umgegangen, würdigte Ackermann das Verhalten der Menschen.

Der Anteil der britischen Mutation an der Gesamtzahl der Coronavirus-Ansteckungen liege derzeit bei zehn Prozent. Spätestens im März werde dieser Anteil bei 50 Prozent liegen. Ob die Gesamtzahl aller Ansteckungen dann zu- oder abnehme, sei aber offen.

Wie sich die Shutdown-Massnahmen des Bundesrates vom 18. Januar auswirken, könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, so Ackermann. Ob die Zahlen mittelfristig weiter sinken werden, hänge stark davon ab, ob es gelinge, den Anstieg der mutierten Varianten genügend zu bremsen.

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Müller
am 26.01.2021 um 18:43
Frage: Wieso wird eine 49jährige Person ohne Vorerkrankung und nicht Risikogruppe heute geimpft. Angeblich haben wir zuwenig Impfstoff für Risikogruppen und alt Leute. Lansam habe ich das Gefühl hier läuft etwas hinten durch. Wo ist die Erlichkeit!!!!!