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Bund entsendet Verbindungsperson für Gespräche mit Eritrea

Der Bund will wieder eine Verbindungsperson für Gespräche mit Eritrea in die Region entsenden. Voraussetzung für weitere Verhandlungen sei die Bereitschaft des Landes zur Rückübernahme eigener Staatsangehöriger, sagte Staatssekretärin Christine Schraner Burgener.

23.06.2024 / 05:42 / von: sda
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Die Schweiz sei bereit, mit Eritrea über ein Abkommen zu verhandeln, sagte die Staatssekretärin für Migration, Christine Schraner Burgener, in einem Interview mit "SonntagsBlick". Bislang erlaube Eritrea aus keinem Land zwangsweise Rückführungen.

"Wir bleiben aber dran und sind laufend im Gespräch", sagte sie. Die Verbindungsperson werde in der kenianischen Hauptstadt Nairobi stationiert und regelmässig in Eritrea vor Ort sein.

Zurzeit befänden sich gut 260 abgewiesene eritreische Asylbewerber in der Schweiz, die zurückkehren müssten. Ein Transitabkommen mit einem Drittstaat würde an der Haltung Eritreas nichts ändern, sagte die Staatssekretärin. Das Staatssekretariat für Migration werde diese politische Forderung aber ebenso prüfen wie die Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten.