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Bund muss weitere Plätze für Schutzsuchende schaffen

Pro Tag kommen in der Schweiz rund 1000 Schutz suchende Menschen aus der Ukraine an. Der Bund muss Plätze schaffen, um sie unterzubringen, bevor sie an die Kantone zugewiesen werden. Vorerst werden zwei Militärturnhallen geöffnet.

31.03.2022 / 14:48 / von: sda/mma
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Der Bund muss mehr Plätze für Schutzsuchende schaffen. (Bild: Keystone/dpa/Paul Zinken)

Der Bund muss mehr Plätze für Schutzsuchende schaffen. (Bild: Keystone/dpa/Paul Zinken)

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Vor allem Bundesasylzentrum Zürich kämen sehr viele Ukrainerinnen und Ukrainer an, berichtete David Keller, Leiter Krisenstab Asyl, Staatssekretariat für Migration im Staatssekretariat für Migration (SEM), am Donnerstag in Bern vor den Medien. Rund 2000 seien dort untergebracht. Das bringe das Zentrum an seine Grenzen.

«Wir sind deshalb gezwungen, Transfers vorzunehmen», sagte Keller. Wer in Zürich ankomme und eine Unterkunft brauche, müsse deshalb anderswo unterkommen. Der Bund verfüge weiterhin über rund 9'000 Plätze, müsse aber eine Reserve von weiteren 2'000 Plätzen schaffen.

Zunächst würden deshalb in Thun BE und in Chamblon VD zwei Militärturnhallen geöffnet, weitere Standorte sollten folgen. Man gehe davon aus, in peripher gelegenen Unterkünften der Armee weitere Plätze schaffen zu können.

22'000 Geflüchtete aus der Ukraine sind laut Keller inzwischen in der Schweiz angekommen, rund 18'000 seien an die Kantone verteilt und rund 4000 in den Unterkünften des Bundes untergebracht. Hinzu kämen noch rund 4'000 Asylsuchende.

Strukturen bei Unterbringung für Gemeinden und Geflüchtete relevant

Gemäss dem Direktor des Schweizerischer Gemeindeverbands sind die Gemeinden bei der Unterbringung der Ukraine-Flüchtlinge, bei der Einschulung der Kinder und der Kommunikation «in alle Richtungen» besonders gefordert. Wichtig sei, dass sich alle Ebenen auf vorhandene Strukturen stützten.

Je koordinierter die Abläufe seien, desto eher profitierten die Geflüchteten nachhaltig, sagte Christoph Niederberger, Direktor Schweizerischer Gemeindeverband, am Donnerstag vor den Medien in Bern. Was die Schweiz in Zusammenhang zu bewältigen habe, sei eine Verbundaufgabe zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden. Im Endeffekt stünden dann aber die Gemeinden jeden vor grossen Herausforderungen, welche die Gemeinden alleine zu meistern hätten.

Er lobte die Gemeinden, die es bisher mit «viel Engagement und Einsatz» geschafft hätte, Geflüchtete unterzubringen und Kinder einzuschulen. In den Kantonen Bern und St. Gallen hätten beispielsweise bestehende oder neu geschaffene Koordinationsstellen Aufgaben in der Unterbringung und Einschulung übernommen, so dass diese auf Gemeindeebene rasch auf die Geflüchteten hätten reagieren können.

Niederberger betonte, wie wichtig es daher sei, auf bestehende Strukturen zu setzen. Die Integration müsse geregelt ablaufen. Das Engagement der Zivilbevölkerung sei daher eine weitere Herausforderung. Für nachhaltige Wohnsituationen brauche es nämlich etwa auch ein Monitoring und einen Informationsaustausch.

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B. Kerzenmacher
am 01.04.2022 um 02:32
Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen, weil die Ukrainer die amerikanische Aufklärung aus dem Weltall nutzen darf. Diese ist um einiges besser als die russische.Dadurch erfährt das ukrainische Militär von jeder Bewegung der russischen Verbände und Söldnergruppen. Der russische Generalstab hat vier Wochen gebraucht, um das zu merken.Auch schnelle Operationen, soweit Russland dazu überhaupt noch in der Lage sein sollte, sind daher hoffnungslos.So bleibt für Russland nur der Raketenbeschuss aus grosser Entfernung. Aber diese Entfernung wird bald auch nicht mehr helfen, weil ukrainische Gegenschläge kommen werden.Dann wird der Krieg erst richtig heftig, weil Russland dann Nuklearwaffen einsetzen müsste. Auch das wird riskant werden, weil die ukrainische Aufklärung die Abschussstellen identifizieren kann und vorbeugende Massnahmen zur Detonation in Russland führen werden.V. Putin bleibt dann nur noch die Ausweitung des Krieges auf NATO-Gwbiet. Das wird dann im totalen Untergang Russlands enden mit vielen Opfern auch in der westlichen Welt.