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Bund verschärft Meldepflicht wegen Coronavirus

Das Bundesamt für Gesundheit BAG (BAG) hat gewisse präventive Massnahmen gegen das Coronavirus ergriffen. Verschärft wird die Meldepflicht von Ärzten und Laboratorien. Zudem ist das BAG in Kontakt mit Tourismusveranstaltern.

26.01.2020 / 12:53 / von: sda
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Ab kommender Woche müssen Ärzte und Laboratorien Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Kantonen und dem Bund melden, wie BAG-Mediensprecher Jonas Montani einen Bericht des "Sonntagsblicks" gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

Zudem stehe das BAG mit Tourismusveranstaltern in Kontakt, die Gruppenreisen mit Gästen aus Asien in der Schweiz organisieren. Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenprävention beim BAG, schätzt das Risiko einer Ansteckung in der Schweiz momentan als gering ein. Das könne sich im schlimmsten Fall allerdings rasch ändern, sagte er gegenüber dem "Sonntagsblick". Besonders durch Reisen könnte sich das Virus schnell ausbreiten.

Massnahmen bei der Einreise in die Schweiz gibt es derzeit jedoch noch keine. Zahlreiche andere Flughäfen haben Screening-Massnahmen für Passagiere aus Wuhan eingeführt. Darunter zählen die Flughäfen Singapur, Hongkong, Thailand, Taiwan und anderen Städten im asiatischen Raum sowie Los Angeles, San Franciso und New York in den USA.

In Europa führten die Flughäfen Fiumicino in Rom und Heathrow in London derartige Massnahmen ein. Das BAG rät im Moment nur von Reisen in die chinesische Stadt Wuhan ab. Für den Rest des Landes gibt es auf der BAG-Internetseite Reiseempfehlungen.

Verdachtsfälle nicht bestätigt

In der Schweiz gab es bereits in mehreren Kantonen Verdachtsfälle, die abgeklärt werden mussten. Bestätigt wurde bisher noch keiner. Die Proben werden durch einen spezifischen Test am Nationalen Referenzzentrum für neuauftretende Viruserkrankungen (Navi) in Genf untersucht.

Das neue Coronavirus ging Ende letzten Jahres in Wuhan vermutlich von einem Tiermarkt der Stadt aus. Inzwischen wurden mehr als 40 Millionen Menschen in gut einem Dutzend Städten im Herzen Chinas weitgehend von der Aussenwelt abgeschottet, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.