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Bund zieht nach einem Jahr positive Bilanz zur Integrationsvorlehre

Mit der Integrationsvorlehre soll die berufliche Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen verbessert werden. Nach dem ersten Jahr zieht der Bund eine positive Bilanz: Rund zwei Drittel der Teilnehmenden fanden nach Abschluss der Integrationsvorlehre eine Lehrstelle.

12.11.2019 / 13:11 / von: nst/sda
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Die Ausbildungsbetriebe zeigten sich laut dem SEM mehrheitlich zufrieden. (Screenshot:TELE TOP)

Die Ausbildungsbetriebe zeigten sich laut dem SEM mehrheitlich zufrieden. (Screenshot:TELE TOP)

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Sowohl die Teilnehmenden als auch die Berufsfachschulen und Betriebe seien grösstenteils zufrieden, teilte das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mit.

Rund 750 Personen hatten im Sommer 2018 eine einjährige Integrationsvorlehre (Invol) begonnen. Vier Fünftel durchliefen das Programm erfolgreich. Zwei Drittel fanden anschliessend eine Lehrstelle, rund fünf Prozent traten sofort eine Arbeitsstelle an. Weitere besuchten eine andere Qualifizierungsmassnahme oder hatten zum Zeitpunkt der Erhebung noch keine Anschlusslösung.


Rund 19 Prozent der Teilnehmenden lösten den Vorlehrvertrag vorzeitig auf. Dieser Anteil liege in der Grössenordnung der Lehrabbruchquote in der beruflichen Grundbildung, schreibt das SEM. Die Motive seien vielfältig. Dazu gehörten gesundheitliche Gründe, mangelhafte schulische und sprachliche Kompetenzen oder der Beginn einer regulären, bezahlten Erwerbsarbeit.

Mehr Sprachförderung
Die Ausbildungsbetriebe zeigten sich laut dem SEM mehrheitlich zufrieden. Nur rund fünf Prozent würden nicht mehr mitmachen. Viele der teilnehmenden Betriebe möchten den geflüchteten Personen eine Chance bieten, schreibt das SEM. Viele sähen die Integrationsvorlehre aber auch als Instrument zur Rekrutierung künftiger Lernender.

Das grösste Verbesserungspotenzial wird bei der Sprachförderung geortet. Spezifische Angebote sollen künftig helfen, die Kandidatinnen und Kandidaten besser auf die Integrationsvorlehre und die Berufsbildung vorzubereiten.

Im Frühjahr hat der Bundesrat beschlossen, das Pilotprogramm um zwei Jahre zu verlängern und ab 2021 auf Jugendliche und junge Erwachsene ausserhalb des Asylbereichs auszuweiten. Im Fokus stehen Personen aus dem Familiennachzug ohne Sek-II-Abschluss und mit einem potenziellen Sozialhilferisiko.

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