Pull down to refresh...
zurück

Bundesrat Alain Berset von einer Fotografin erpresst

Gesundheitsminister Alain Berset wurde offenbar von einer Frau mit Fotos und Mails erpresst. Er sollte ihr 100'000 Franken überweisen. Das Eidgenössische Departement des Innern bestätigt den Erpressungsversuch.

21.11.2020 / 21:17 / von: abl/psc/sda
Seite drucken Kommentare
2
Bundesrat Alain Berset soll von einer Frau mit Fotos und persönlicher Korrespondenz erpresst worden sein. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Bundesrat Alain Berset soll von einer Frau mit Fotos und persönlicher Korrespondenz erpresst worden sein. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

2
Schreiben Sie einen Kommentar

Die Bundesanwaltschaft bestätigt gegenüber der Zeitung «Weltwoche», dass eine Strafanzeige von Alain Berset wegen Verdachts auf Erpressung eingegangen sei. Hintergrund war eine E-Mail, die Berset im vergangenen November von einer unbekannten Frau erhalten hat. Daran waren Fotos und persönliche Korrespondenzen angehängt. Im Schreiben forderte die Frau Berset zur Überweisung von 100'000 Franken auf. Sie eröffnete ausserdem zwei Konten, um das Geld dort deponieren zu können.

Bundesrat Alain Berset reichte Anzeige gegen die Frau ein, die dann Mitte Dezember verhaftet wurde. Nach einem mehrstündigen Verhör wurden offenbar mehrere Geräte von ihr auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt und sämtliche Daten gelöscht. Vor rund zwei Monaten wurde die Frau nun wegen versuchter Erpressung schuldig gesprochen.

Sowohl die Frau als auch Berset selbst haben bei der Bundesanwaltschaft offenbar beantragt, dass der ganze Sachverhalt nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll. Der Strafbefehl, der der Zeitung vorliegt, sei ausserdem an manchen Stellen geschwärzt. Von der Bundesanwaltschaft heisst es: «Bei beiden Beteiligten sind gewichtige Geheimhaltungsinteressen sowohl in persönlich-familiärer als auch in beruflicher Hinsicht ausgewiesen».

Die Zeitung mutmasst deshalb, dass Bersets Tätigkeit als Bundesrat vom Erpressungsversuch beeinträchtigt worden ist. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte Peter Lauener, Sprecher des Eidgenössischen Departement des Innern ED die versuchte Erpressung. «Gegenstand des Erpressungsversuchs waren unwahre und ehrverletzende Behauptungen über das Privatleben von Berset von vor acht Jahren», so Lauener. Es gebe jedoch keine verfänglichen Fotos und auch sonst keine belastenden Informationen gegen Bundesrat Alain Berset. Dieser sei leider immer wieder Opfer von strafbaren Handlungen. 

 

 

Beitrag erfassen

Rosa P.
am 23.11.2020 um 08:27
Wäre schon interesant zu wissen ob der Mann der Stunde in gut sitzenden Anzügen auch ein Naivling sein kann. Oder in tieferen Schichten unter dem Anzug doch ein männliches Wolfi lauert ,) Wie auch immer, glimpflich ausgegangen...
Sandra Keller
am 22.11.2020 um 09:02
Ganz sicher nichts belastendes? Sicher?