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Bundesrat rechnet mit starker dritter Welle im Februar

Wegen der Virusvariante aus Grossbritannien rechnet der Bundesrat mit einer starken dritten Welle im Februar. Die Welle werde ohne weitere Massnahmen stärker sein als die im Frühling oder die aktuelle Welle, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.

13.01.2021 / 15:55 / von: sda/mma
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Der Bundesrat rechnet mit einer heftigen dritten Welle. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Der Bundesrat rechnet mit einer heftigen dritten Welle. (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

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Dass die Schweiz bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in eine neue Phase tritt, machte der Bundesrat allein schon mit seinem Auftritt am Mittwoch klar. Alle Bundesräte und Referenten trugen während der gesamten Medienkonferenz Masken. Die Sitzplätze der Referenten waren durch Plexiglaswände abgetrennt.

Es gehe nun darum, eine «brutale dritte Welle im Februar zu verhindern», warnte Gesundheitsminister Alain Berset. Die Entwicklung in Grossbritannien und anderen Staaten mit explodierenden Fallzahlen zeigt auf, was auf die Schweiz zukommen könnte. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die ansteckendere Virusvariante in der Schweiz nicht zu ähnlich schnell ansteigenden Fallzahlen führen werde, lautete der Tenor.

Den Wissensvorsprung gegenüber der Entwicklung in Grossbritannien wertet der Bundesrat aber als Chance. Bei der Entwicklung stehe die Schweiz nun etwa an dem Punkt, an dem Grossbritannien im Dezember war. Drastische Massnahmen könnten frühzeitig Schlimmeres verhindern.

Nächste Monate «überstehen»

Der Handlungsspielraum ist für den Bundesrat mit dem Auftreten der neuen Varianten des Coronavirus klein geworden. Dies machte er vor den Medien deutlich. Dass gleichzeitig in den vergangenen Wochen der Unmut und die Ungeduld in der Bevölkerung gewachsen sind, habe man aber zur Kenntnis genommen. Dies zeigten auch zahlreiche Schreiben an den Bundesrat, sagte Parmelin. Die strengen Massnahmen ermöglichten es, den Menschen für den Frühling eine Perspektive zu geben, meinte Berset. Februar, März und April müssten nun aber zuerst «überstanden» werden.

Parmelin appellierte als Bundespräsident schliesslich auch an die Bevölkerung, in den Bemühungen nicht nachzulassen: «Nur gemeinsam schaffen wir das, als Einheit, als eine Schweiz.»

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