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CBD-Hanf: Einstiegsdroge Ja oder Nein?

In der Schweiz spriessen Läden, die CBD-Hanf verkaufen, wie Unkraut aus dem Boden. Verständlich, denn das «legale» Gras liegt voll im Trend. Doch Politiker warnen vor CBD-Hanf als Einstiegsdroge und fordern ein Verbot. Laut Suchtexperten gibt es aber keine Studien, die das beweisen.

19.12.2017 / 12:16 / von: vdi
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Ist CBD-Hanf eine Einstiegsdroge? (Symbolbild: pixabay.com)

Ist CBD-Hanf eine Einstiegsdroge? (Symbolbild: pixabay.com)

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Die Schweiz und Cannabis verbindet eine besondere Beziehung. Egal ob im Eistee, als Proteinpulver oder gar im Müsli, CBD-Cannabis ist in der Schweiz im Trend. Erst letzten Sonntag wurde am Zürcher Hauptbahnhof der grösste «Space Cake», der mit CBD-Cannabis gebacken wurde, verteilt.

Doch einigen ist der Trend ein Dorn im Auge, so etwa die Thurgauer SVP-Politikerin Verena Herzog. Sie forderte im «Blick» ein CBD-Hanf Verbot. CBD-Hanf hat, anders als verbotenes THC-haltiges Cannabis, keine berauschende Wirkung. Laut Verena Herzog sei der Geschmack aber gleich und würde Jugendliche zum Kiffen verführen. Unterstütz wird die SVP-Politikerin von FDP- und CVP-Politikern.

Der Beitrag von RADIO TOP:

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Anderer Meinung sind Suchtexperten. Stefanie Knocks vom Fachverband Sucht erklärt gegenüber RADIO TOP: «Es gibt bis jetzt keine Langzeitstudien die CBD-Hanf als Einstiegsdroge bestätigen würden.» Suchtexperten sehen das grösste Problem sowieso beim enthaltenen Tabak. Dieser würde Jugendliche nikotinabhängig machen. Ausserdem entstehen beim Verbrennen des Tabaks schädliche Stoffe, die die Gesundheit gefährden.

Die Thurgauer SVP-Nationalrätin hat eine unverbindliche Interpellation zum CBD-Hanf eingereicht. Der Bundesrat muss aber Stellung dazu nehmen und erklären, wie er die Jugend vor dem Konsum schützt. 

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