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Departementsverteilung: Politologen glauben an gute Teamarbeit

Dieses Wochenende wurde bekannt, dass Ignazio Cassis Aussenminister bleiben wolle. Nur selten kommt es vor, dass Bundesrätinnen und Bundesräte ihre Ambitionen für ihr zuständiges Departement bekannt geben. Politologen sind trotzdem nicht überrascht.

09.12.2018 / 12:57 / von: eob
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Der Entscheid über die Departementsverteilung soll nächste Woche fallen. (Bild:parlament.ch)

Der Entscheid über die Departementsverteilung soll nächste Woche fallen. (Bild:parlament.ch)

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Die Departementsverteilung der Bundesräte ist meistens ein gut gehütetes Geheimnis. Da die Bundesräte sich nicht mit ihren Parteien absprechen können, sind Informationslecks selten und oftmals bleibt nur Raum zum Spekulieren.

«Dieses Mal ist das Spekulieren besonderer als sonst, weil gerade zwei Rücktritte passierten und gerade zwei wichtige Departemente frei wurden. Da ist das Gerangel auf die Departemente insbesondere von den Parteien und auch von den Medien gerade gross», sagt der Politologe von der Universität Bern Marc Bühlmann. Die sieben Bundesräte möchten wahrscheinlich von Anfang an gut miteinander auskommen und liessen sich deshalb Zeit mit der Verteilung der Departemente, da sie vielleicht nicht etwas kurzerhand entscheiden möchten. «Da kann es ab und zu einmal vorkommen, dass jemand etwas im Halbprivaten durchsickern lässt», so Marc Bühlmann weiter.

Dieses Wochenende wurde bekannt, dass Bundesrat Ignazio Cassis sein Departement behalten möchte. Zudem will Bundesrat Guy Parmelin gemäss Zeitungsberichten sein Verteidigungsdepartement abgeben. Auch soll die SVP mit der FDP zusammenspannen, um die Schlüsseldepartemente zu übernehmen. Folglich würden sie die gesamte Europa- und Wirtschaftspolitik kontrollieren.

Der Politologe Marc Bühlmann denkt aber trotzdem an eine Harmonie bei der Departementsverteilung, auch wenn die Regel, dass die Amtsältesten zuerst wählen dürfen, gilt. «Es wird nicht darum gehen, jemanden zu einem Departement zu zwingen. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich die sieben Persönlichkeiten sich Zeit nehmen.»

Die Departementsverteilung hätte am Freitag herauskommen sollen. Der Bundesrat gab dann bekannt, dass sie schon die ersten Diskussionen geführt hätten, jedoch würde der Entscheid erst nächste Woche fallen.

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