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Der Armee fehlen immer mehr Soldaten

Der Schweizer Armee fehlen immer mehr Soldaten. Der Personalmangel könnte dazu führen, dass die Armee ihre Aufträge nicht mehr voll erfüllen kann.

19.07.2021 / 08:25 / von: asl
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Zwischen 2013 und 2017 verliessen im Schnitt pro Jahr 4'900 ausgebildete Soldaten nach der RS die Armee. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Zwischen 2013 und 2017 verliessen im Schnitt pro Jahr 4'900 ausgebildete Soldaten nach der RS die Armee. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

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Der Schweizer Armee fehlen in absehbarer Zeit mindestens 20'000 Soldaten. Dies geht aus einem Bericht des Bundesrates hervor, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Vor allem die vielen Wechsel zum Zivilschutz seien ein grosses Problem. Zwischen 2013 und 2017 wechselten im Schnitt fast 6'000 Armeeangehörige pro Jahr in den Zivildienst. Tendenz steigend. Dies könne dazu führen, dass die Armee ihre Aufträge nicht mehr voll erfüllen kann. Hinzu kommt, dass viele Soldaten nach der Rekrutenschule der Armee den Rücken kehren. Zwischen 2013 und 2017 verliessen im Schnitt pro Jahr 4'900 ausgebildete Soldaten nach der RS die Armee.

Bei der letzten Armeereform hat das Parlament einen Soll-Bestand von 100'000 Armeeangehörigen festgelegt. Der könne gemäss Bundesrat jedoch nur erreicht werden, wenn 140'000 Armeeangehörige im Effektivbestand seien. Der Effektivbestand ist aus dem Grund höher als der Soll-Bestand, weil bei einer Mobilmachung nicht alle Armeeangehörigen einrücken können. «Bei gleichbleibenden Rekrutierungs- und Abgangswerten wird die Armee langfristig nicht in der Lage sein, den Effektivbestand von 140’000 Armeeangehörigen zu halten», wird das Fazit des Bundesrats in der Zeitung zitiert.

Neben der Armee hat auch der Zivilschutz mit Unterbeständen zu kämpfen. Am 30. Juni hat der Bundesrat daher entschieden, dass Zivildienstleistende in den Zivilschutz gezwungen werden sollen. Ein entsprechendes Gesetz zur Entschärfung der Personalprobleme beim Zivilschutz will er im nächsten Sommer präsentieren.

Bis Ende Jahr will der Bundesrat einen weiteren Bericht zu den Beständen in Armee und Zivilschutz vorlegen. Neue Dienstpflichtsystem-Varianten sollen darin beinhaltet sein.

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