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«Der grösste Unsinn, den ich in den letzten Monaten gehört habe»

Deutsche CDU-Politiker fordern ein Flüchtlingsabkommen mit der Schweiz. Diese Forderung stösst bei Schweizer Politikern auf viel Widerstand.

07.07.2018 / 12:06 / von: rwa
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Deutsche Politiker fordern ein Flüchtlingsabkommen mit der Schweiz. (Symbolbild: pixabay.com)

Deutsche Politiker fordern ein Flüchtlingsabkommen mit der Schweiz. (Symbolbild: pixabay.com)

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CDU-Abgeordnete aus dem süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg wollen ein vorsorgliches Abkommen mit der Schweiz über die Rücknahme von Flüchtlingen.

Diese Forderung tauchte gestern in deutschen Medien auf. 

In der Schweiz löst dies bei Politikern Empörung aus. «Das ist so ziemlich der grösste Unsinn, den ich in den letzten Tagen, Wochen oder sogar Monaten gehört habe», sagt der St.Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel. «Wir haben das Schengen/Dublin-Abkommen. Dort sind Rückführungen von Flüchtlingen innerhalb von Europa geregelt», so Büchel weiter. Die EU solle lieber ihre Aussengrenzen dicht machen.

RADIO TOP-Interview mit Roland Rino Büchel:



Auch bei linken Politikern kommt der Vorschlag eines Abkommens nicht gut an. «Die Forderung ist für mich völlig aus der Luft gegriffen. Im Schengen/Dublin-Abkommen ist vorgesehen, dass Flüchtlinge, die in einem anderen Land bereits ein Gesuch gestellt haben, dorthin zurückgeführt werden können», sagt die St.Galler SP-Nationalrätin Claudia Friedl. 

RADIO TOP-Interview mit Claudia Friedl:



Beide Politiker glauben auch nicht, dass diese Forderung effektiv durchkommt. «Dies sind nur billige Sprüche von deutschen Bundestagsabgeordneten», sagt Büchel.
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