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Ein Drittel der Gelder in der Schweiz sind nachhaltig angelegt

Nachhaltige Anlagen haben in der Schweiz im vergangenen Jahr sprunghaft zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten die unter anderem in Fonds und Mandaten investierten Gelder um 62 Prozent, wie einer am Montag veröffentlichten Studie von Swiss Sustainable Finance (SSF) zu entnehmen ist.

08.06.2020 / 16:49 / von: sda/mma/rme
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1163 Milliarden Franken sind gemäss nachhaltigen Kriterien angelegt. (Symbolbild: Pixabay.com/Alexas_Fotos)

1163 Milliarden Franken sind gemäss nachhaltigen Kriterien angelegt. (Symbolbild: Pixabay.com/Alexas_Fotos)

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Insgesamt seien in der Schweiz derzeit Gelder im Umfang von 1163 Milliarden Franken gemäss nachhaltigen Kriterien angelegt. Dies entspreche rund einem Drittel der lokal verwalteten Vermögen, heisst es in der Studie weiter. Ein wichtiger Treiber für nachhaltige Anlagen bleibe die Klimaschutzdebatte.

Nachhaltig heisse aber nicht, dass das Geld nur in Grüne Projekte investiert werde, sagt SSF-Chefin Sabine Döbeli. Das Ziel von nachhaltigen Anlagen sei eben auch, die ganze Wirtschaft zu verbessern. Also zum Beispiel in Firmen zu investieren, welche darauf achten, möglichst wenig Energie zu verbrauchen oder die ihre Mitarbeiter fair behandeln.

Mit 79 Prozent des Gesamtvolumens liegt nach wie vor der Grossteil der nachhaltig investierten Gelder in den Depots institutioneller Kunden. Privatkunden hätten aber aufgeholt und ihren Anteil von zwölf Prozent im Vorjahr auf 21 Prozent nahezu verdoppelt.

Es sei aber für Private nicht immer ganz einfach herauszufinden, was wirklich nachhaltig ist und was nicht. Zudem müsse zum Beispiel der Bank explizit gewünscht werden, dass das eigene Geld nachhaltig angelegt werden soll. Dies sei noch kein Standard, so Döbeli.

Sabine Döbeli erklärt im Beitrag von RADIO TOP, wie Privatpersonen ihr Geld möglichst nachhaltig anlegen können:

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«Nachhaltige Anlagen haben den Mainstream erreicht», erklärt Sabine Döbeli. Doch mit dem Erreichten gibt sie sich nicht zufrieden. SSF arbeite an einem Aktionsplan, der weitere Massnahmen aufzeigen solle. So fordert Döbeli unter anderem, dass Banken in Zukunft ihren Kunden standardmässig nachhaltige Anlagen anbieten. «Unser Ziel ist es, die Schweiz klar zu einem nachhaltigen Finanzplatz zu machen», sagte sie.

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