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Erste Verdingkinder werden vom Bund entschädigt

Das Bundesamt entschädigt im Januar fast 400 Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen mit je 25'000 Franken. Die Entschädigung kommt schneller als gedacht.

21.12.2017 / 12:23 / von: sfa
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Erste ehemalige Verdingkinder erhalten früher als gedacht eine Genugtuung. (Symbolbild: kinderheime-schweiz.ch)

Erste ehemalige Verdingkinder erhalten früher als gedacht eine Genugtuung. (Symbolbild: kinderheime-schweiz.ch)

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Mehr als 4000 ehemalige Verdingkinder haben beim Bundesamt für Justiz einen Antrag auf Entshcädigung gestellt. 400 erste Opfer erhalten nun einen Solidaritätsbeitrag in der Höhe von 25‘000 Franken. Oberste Priorität haben demnach sehr alte oder schwer kranke Opfer, damit sie noch vor ihrem Ableben entschädigt werden können.

Luzius Mader, Delegierter für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, im Interview mit Radio TOP:

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Der Bund kann die ersten Opfer früher als geplant und mit dem Maximalbetrag von 25‘000 Franken entschädigen. Dies, weil bis zur Frist im März 2018 voraussichtlich weniger als 12‘000 Gesuche eingehen werden. Für so viele Opfer hatte der Bund Solidaritätsbeiträge budgetiert.

Die Solidaritätsbeiträge werden hauptsächlich durch den Bund finanziert. Die Kantone und Dritte können sie mit freiwilligen Zuwendungen unterstützen. Bislang haben acht Kantone, darunter unter anderem Appenzell, Thurgau und St.Gallen solche Zuwendungen beschlossen.

Der Solidaritätsbeitrag ist Teil des Bundesgesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981.

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