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ETH-Forscher decken Sicherheitslücken im 5G-Handynetz auf

Die Schweizer Mobilfunkanbieter lancieren ab 2019 die 5G-Technologie. ETH-Forscher warnen jetzt vor Sicherheitslücken: Über das Netz sind unter anderem Ortungsdaten der Nutzer einsehbar.

10.10.2018 / 06:10 / von: sfa
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ETH Forscher haben das 5G-Netz geknackt. (Symbolbild: pixabay.com)

ETH Forscher haben das 5G-Netz geknackt. (Symbolbild: pixabay.com)

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Die neue Technologie 5G soll mehr Daten verarbeiten können als der bisherige Standard 4G. Swisscom will bis in zwei Jahren alle Kunden mit 5G versorgen. ETH-Forscher schlagen jetzt Alarm: Ihnen ist es gelungen das 5G-Netz zu knacken, berichtet der «Tages-Anzeiger».

Ihnen ist es gelungen, unter anderem auf die Ortungsdaten der Geräte einzusehen, welche über das Netz kommunizierten. Dazu gehören nicht nur Smartphones, sondern auch Autos. Eigentlich sollte die 5G-Technologie genau diese Lücke stopfen und damit sicherer sein als der bisherige 4G-Standard. Offenbar ist das nicht gelungen.

Neben den Ortungsdaten ist es den ETH-Forschern auch gelungen, Nutzern gefälschte Rechnungen zuzustellen. So könnten Handynutzern Leistungen in Rechnung gestellt werden, die sie selber gar nicht bezogen haben. Dieses Problem kann laut den Forschern aber relativ einfach behoben werden. Schwieriger sei es bei den Ortungsdaten – um die Sicherheitslücke zu beheben, müsste die Technologie von Grund auf neu entwickelt werden, so die Forscher.

Der Mobilfunkanbieter Salt sagt gegenüber der Zeitung, nicht auf 5G setzen zu wollen, falls sich die Sicherheitslücken bestätigen. Swisscom hingegen sagt, die ETH-Studie sei in der Praxis nicht validiert. Und Sunrise gibt zu Protokoll, auf einen anderen 5G-Standard zu setzen, welcher von den Sicherheitsproblemen nicht betroffen sei.

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