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Ex-Raiffeisen-Chef Vincenz wieder auf freiem Fuss

Der ehemalige Chef der Raiffeisen-Bank, Pierin Vincenz, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach 106 Tagen ist er am Dienstag freigekommen. Er kritisiert, dass es überhaupt soweit gekommen ist. RADIO TOP blick auf die «Affäre Vincenz» zurück.

13.06.2018 / 11:30 / von: das
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Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist offenbar aus der U-Haft entlassen worden. (Bilder: raiffeisen.ch/Screenshot SRF)

Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist offenbar aus der U-Haft entlassen worden. (Bilder: raiffeisen.ch/Screenshot SRF)

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Ebenfalls auf freiem Fuss ist seit Dienstag Vincenz' früherer Geschäftspartner Beat Stocker, wie die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft bestätigt. Die beiden wurden Ende Februar nach Hausdurchsuchungen verhaftet. Die Oberstaatsanwaltschaft betont jedoch, dass die Ermittlungen gegen sämtliche Beschuldigten nach wie vor im Gang sind.

RADIO TOP-Rückblick auf die «Affäre Vincenz» in 6 Akten:

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Vincenz hat die gesamte U-Haft in einer zehn Quadratmeter grossen Zelle verbracht. Seine Frau hat ihn während dieser Zeit nur zwei Mal gesehen. Die kommenden Tage will Vincenz mit seiner Frau an einem geheimen Ort verbringen, um sich zu erholen. Öffentliche Statements werde er nicht abgeben. Stattdessen veröffentlicht seine Kommunikationsagentur am Mittwoch eine Erklärung, in der er die gegen ihn verhängte U-Haft kritisiert. Sie sei «unnötig und ihrer Länge völlig unverhältnismässig gewesen». Er sass seit dem 27. Februar in Zürich in U-Haft.

Was er in den letzten Wochen erlebt habe, wünsche er niemandem. «Es geht mir den Umständen entsprechend gut und ich danke allen, die in dieser schwierigen Zeit zu mir stehen und mich unterstützen.» Die Eröffnung des Strafverfahrens sei für ihn völlig überraschend gekommen. Seine Kritik an der Länge der Untersuchungshaft begründet er damit, dass die Themenkreise des Verfahrens Jahre zurück lägen und bestens dokumentiert seien. «Die im Rahmen des Strafverfahrens gegen mich erhobenen Vorwürfe bestreite ich nach wie vor und ich werde mich mit allen Mitteln dagegen wehren», liess er sich weiter zitieren.

Die Staatsanwaltschaft wirft Vincenz ungetreue Geschäftsbesorgung vor. Er soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Vincenz bestreitet die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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