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Experten empfehlen rasches Eingreifen bei zweiter Welle

Wissenschaftler raten zum sofortigen Handeln, falls die Corona-Fallzahlen deutlich steigen. Denn hätte der Bund im März nur eine Woche mit dem Ausruf der «ausserordentlichen Lage» gewartet, hätte sich das Virus weit stärker ausgebreitet.

01.07.2020 / 07:03 / von: mma
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Die Experten raten zu einer Maskenpflicht im ÖV und in Läden. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die Experten raten zu einer Maskenpflicht im ÖV und in Läden. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Die wissenschaftliche Begleitgruppe des Bundes hat ein neues Papier zum Coronavirus präsentiert. Es unterstreicht den Faktor Zeit im Kampf gegen das Coronavirus. Laut den Wissenschaftlern hätte sich das Virus in der Schweiz viel stärker ausgebreitet, wenn der Bundesrat im März auch nur eine Woche länger mit den Eindämmungsmassnahmen gewartet hätte. Die Experten sprechen von etwa doppelt so vielen Ansteckungen auf dem Höhepunkt der ersten Welle und einer langwierigeren Eindämmung, wie die «NZZ» am Mittwoch schreibt.

Für die wissenschaftliche Begleitgruppe ist klar, dass man früh eingreifen müsse, um eine zweite grosse Welle zu verhindern. Sie begründen dies mit dem exponentiellen Wachstum. Zuerst sind die Fallzahlen gering, bleiben einigermassen tief und steigen dann plötzlich enorm. Die Kosten der Eindämmung würden dementsprechend auch höher ausfallen.

Im Falle steigender regionaler Fallzahlen rät das Papier dazu, auch regional Massnahmen zu ergreifen. So sollten die Behörden intensiver kommunizieren, im öffentlichen Verkehr oder in Läden sollte eine Maskenpflicht eingeführt und die Hochrisikogruppe müsse geschützt werden. Weiter sollten Veranstaltungen mit vielen Teilnehmenden verboten werden sowie Orte mit grossem Verbreitungspotenzial vorübergehend geschlossen werden.

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