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Fahrpläne für Zug und Bus werden schrittweise ausgedünnt

Die Bahn- und Busunternehmen dünnen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Fahrpläne ab Donnerstag aus. Zurzeit werden die Fahrpläne überarbeitet, von Hand, wie der SBB-Railservice via Twitter mitteilt.

19.03.2020 / 11:02 / von: sda/mma
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 Immer weniger Züge und Busse: Die SBB bitten Reisende, ihre Fahrkarten online zu lösen und sich unterwegs an die Hygieneregeln zu halten. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Immer weniger Züge und Busse: Die SBB bitten Reisende, ihre Fahrkarten online zu lösen und sich unterwegs an die Hygieneregeln zu halten.(Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

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Es seien enorm viele Daten zu bewältigen, heisst es im Tweet vom Donnerstagmorgen Deshalb könnten keine Angaben zu einzelnen Zügen gemacht werden. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen will, sollte den Online-Fahrplan konsultieren. Dieser wird in der Übergangszeit jeweils bis 20 Uhr für den Folgetag aufdatiert.

 

#Coronavirus +++UPDATE+++ Ab Montag, 23. März 2020 gilt ein Übergangsfahrplan. Das Angebot des Schweizerischen öV wird stark eingeschränkt sein. Das Grundangebot bleibt erhalten. Mehr Informationen:https://t.co/ieDQazB56T#CoronaInfoCH #covid19

— RailService SBB CFF FFS (@RailService) March 18, 2020

 

Bis 26. April

Der Übergangsfahrplan wird ab Donnerstag in drei Schritten eingeführt. Die grössten Änderungen werden ab Montag spürbar; Änderungen im Fernverkehr werden auch noch für Donnerstag in einer Woche (26. März) angekündigt. Der ausgedünnte Fahrplan gilt bis auf weiteres und mindestens bis zum 26. April 2020.

Schon ab heute Donnerstag fallen die Zusatzzüge im Fernverkehr während der Hauptverkehrszeit aus. Nachtzüge fahren nicht mehr, und internationale Züge innerhalb der Schweiz fahren nur bis an die Landesgrenzen. Der Hauptbahnhof Zürich wird auch am Wochenende in der Nacht geschlossen.

Trotz der Ausdünnung könne das «Social Distancing» in Zügen und Bussen ermöglicht werden, antwortet der Railservice auf eine Frage aus dem Publikum. Eingestellt werden auch der Betrieb in den Speisewagen und Bistros sowie der Service am Sitzplatz.

Fragen musste der Railservice via Twitter auch zu Abonnements beantworten. Generalabos (GA) könnten nicht online hinterlegt werden, heisst es etwa. Vielmehr solle das SBB-Contact Center angerufen werden. Auch eine Hinterlegung per Mail oder am Bahnschalter sei möglich.

Verkaufsstopp für Sparbillette

Das GA kann für 30 Tage ohne Gebühr hinterlegt werden. Nach einer Mindestvertragsdauer von vier Monaten kann das GA auch gekündigt werden, mit einem Monat als Kündigungsfrist. Streckenabos können hingegen nicht hinterlegt werden.

Sparbillette und Spartageskarten werden ab Donnerstag vorübergehend nicht mehr verkauft, wie die SBB schreiben. Der Stopp gilt bis der Übergangsfahrplan aufgehoben wird. Hat jemand bereits ein Sparbillett gekauft für eine Verbindung, die gestrichen worden ist, kann die Person die nächste Verbindung nutzen.

Die SBB bittet Menschen, die gesund sind zwingend mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, ihre Tickets online zu kaufen. Ebenso pochen sie auf die Einhaltung der Hygieneregeln, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ausgegeben hat: Distanz halten, Hände regelmässig waschen, in den Ellenbogen oder ein Taschentuch niesen und husten.

Nachfrage gesunken

Im öffentlichen Verkehr sei durch das Coronavirus die Nachfrage stark zurückgegangen und es sei eine weitere Frequenzreduktion zu erwarten, schrieben die SBB zur Ausdünnung der Fahrpläne. Zudem seien erste Personalengpässe bei den Transportunternehmen spürbar.

SBB und Postauto haben als Systemführer für den Zug- und Busverkehr zusammen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) Grundsätze zur Angebotsreduktion verabschiedet. Nötig sei dies, damit der öffentliche Verkehr so lange wie möglich mit reduziertem Angebot funktionsfähig bleiben kann.

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