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GLP: Ja zu Konzernverantwortung, Nein zu Kriegsgeschäfte-Initiative

Die Grünliberalen haben ihre Parolen für die Konzernverantwortungsinitiative sowie die Kriegsgeschäfte-Initiative gefasst. Während sie Unternehmen auch im Ausland zur Einhaltung der Menschenrechte bringen wollen, soll es kein Verbot für die Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten geben.

17.10.2020 / 14:39 / von: sbr/sda
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Die Initianten bei der Einreichung der Konzernverantwortungsinitiative. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Die Initianten bei der Einreichung der Konzernverantwortungsinitiative. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

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Die Delegierten der Grünliberalen Partei Schweiz (GLP) haben am Samstag an ihrer virtuellen Delegiertenversammlung die Ja-Parole zur Konzernverantwortungsinitiative beschlossen. Ein klares Nein empfehlen die Grünliberalen zur Kriegsgeschäfte-Initiative.

Die Ja-Parole für die Konzernverantwortungsinitiative fällten die GLP-Delegierten mit 105 zu 48 Stimmen bei sieben Enthaltungen, wie die Partei am Samstag mitteilte. Mit 108 zu 48 Stimmen bei vier Enthaltungen klar abgelehnt wurde ein Antrag auf Stimmfreigabe.

Für die Mehrheit sei der indirekte Gegenvorschlag von Parlament und Bundesrat zahnlos und trage wichtigen Anliegen der Initiative nicht Rechnung, hiess es in der Mitteilung. Falls die Initiative angenommen werde, würden sich die Grünliberalen dafür einsetzen, dass sie im Sinne des nationalrätlichen Gegenvorschlags umgesetzt werde.

Zu dessen Gunsten wäre die Initiative zurückgezogen worden. Der Nationalrat war der Konzernverantwortungsinitiative weiter entgegengekommen als der schliesslich beschlossene indirekte Gegenvorschlag der beiden Kammern.

Nein zu Kriegsgeschäfte-Initiative

Die Nein-Parole zur Initiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» beschlossen die Delegierten mit 104 zu 29 Stimmen bei zwölf Enthaltungen. Die Ziele der Vorlage seien zwar verdienstvoll, die Initiative trage aber nichts dazu bei.

Statt bestimmte Güter respektive deren Nutzung und Export zu verhindern, verlange die Initiative ein Verbot der Herstellerfinanzierung. Dieser Ansatz sei wenig sinnvoll und werfe ungeklärte Fragen auf.

Das Volksbegehren verlangt, dass der Schweizerischen Nationalbank, Stiftungen sowie Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge (AHV/IV/Pensionskassen) die Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten verboten wird. Weiter verlangt die Initiative, dass sich der Bundesrat auf nationaler und internationaler Ebene dafür einsetzt, dass für Banken und Versicherungen dieselben Bedingungen gelten.

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