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«Haben in jeder Phase Spielfreude gezeigt»

Die Schweizer Fussball Nationalmannschaft gewinnt in der WM-Qualifikation mit 4:0 gegen Litauen. Matchwinner mit zwei Toren ist Stürmer Breel Embolo. Aber auch Nati-Goali Yann Sommer kann sich über ein weiteres Spiel ohne Gegentor freuen.

13.10.2021 / 03:28 / von: psc/sda
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Renato Steffen freut sich über seinen ersten Treffen im Nati-Dress. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Renato Steffen freut sich über seinen ersten Treffen im Nati-Dress. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Breel Embolo hat alleine zwei der vier Schweizer Tore erzielt. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Breel Embolo hat alleine zwei der vier Schweizer Tore erzielt. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

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Die Schweiz gewinnt in der WM-Qualifikation in Litauen 4:0 und kommt so zum erhofften klaren Sieg. Breel Embolo traf zweimal, Renato Steffen und Mario Gavranovic waren einmal erfolgreich. Das Spiel war nach drei Toren vor der Pause früh entschieden.

Am Ende war es für die Schweiz der höchste Sieg in einem Pflichtspiel in diesem Jahr. Die SFV-Auswahl realisierte dieses Ergebnis, ohne brillieren zu müssen. Nach drei Toren zwischen der 31. und 45. Minute führte sie zur Pause 3:0, die Partie war damit frühzeitig entschieden. Zweimal traf Embolo nach einem Corner; gerade er, der noch am Samstag gegen Nordirland so viele Chancen vergeben hatte. Beim 1:0 mit einem wuchtigen Kopfball, beim 2:0 nach einem Abwehrfehler aus kurzer Distanz. Dazwischen erzielte Renato Steffen nach einem weiten Zuspiel von Fabian Schär mit einem feinen Lupfer (42.) den zweiten Treffer. Für den Schlusspunkt sorgten zwei Einwechselspieler in der Nachspielzeit: Cédric Itten flankte, und Mario Gavranovic war mit dem Kopf erfolgreich.

Die Schweiz hat dank dem klaren Sieg mit nun 14 Punkten aus sechs Spielen zum Leader Italien aufgeschlossen. Weil Nordirland in Bulgarien 1:2 verlor, ist nun mindestens der 2. Platz und die Teilnahme an den Playoffs in trockenen Tüchern. Das war aber seit Samstag ohnehin nur noch eine Formalität.

Wichtiger ist, dass sich die Ausgangslage für die Schweizer vor dem Duell um den Gruppensieg vom 12. November auswärts gegen Europameister Italien zumindest ein wenig verbessert hat. Die Schweizer haben nur noch die um zwei Treffer schlechtere Tordifferenz als die Italiener. So könnte am Ende im November ein Unentschieden im «Final» in Rom reichen, wenn die Schweiz drei Tage später ihr Heimspiel gegen Bulgarien um zwei oder drei Tore höher gewinnt als Italien in Nordirland.

Zu wenige Tore nach der Pause

Es war daher symptomatisch, dass ihre Tore vor der Pause nach Cornern und nach einem weiten Pass über die gegnerische Abwehr hinweg fielen. Denn eigentlich taten sich die Schweizer am Anfang schwer, Rhythmus und Verve zu finden. Und als der Sieg nach der Pause längst feststand, waren sie in der gegnerischen Zone vielfach zu unpräzise oder etwas zu wenig konsequent, um den Sieg noch höher ausfallen zu lassen als mit diesem 4:0.

Dies war schon in den anderen Spielen dieser Qualifikation zu beobachten gewesen. Etwa beim 3:1 in Bulgarien nach einer 3:0-Pausenführung. Oder beim 1:0 im Heimspiel gegen Litauen, als das Schlussresultat schon nach zwei Minuten feststand. Die Schweiz hat in dieser WM-Qualifikation acht ihrer zehn Tore vor der Pause erzielt. In den zweiten 45 Minuten vergab sie eine noch bessere Ausgangslage vor dem Showdown in Italien. Das war auch in Litauen trotz insgesamt vier Toren so.

Final gegen Italien

Die Schweiz hat ihre Aufgabe gemacht. Sie ist bereit für den Showdown am 12. November in Rom gegen Europameister Italien, wenn es um den Gruppensieg und die direkte Qualifikation für die WM-Endrunde geht. «Sollten wir dort lange ein 0:0 halten können, wenige Fehler machen und schnell umschalten, dann haben wir eine grosse Chance auf ein gutes Resultat», ist Yakin überzeugt. «Die Italiener sind unter Druck, sie spielen zu Hause. Wir können unbeschwert und mit Selbstvertrauen dorthin reisen.»

Bis dahin hofft Yakin, dass seine Spieler gesund bleiben. «Man hat im September gesehen, dass durch die vielen Absenzen einiges an Qualität gefehlt hat. Jetzt hatten wir mehr Optionen, vor allem im Angriff. Die Automatismen waren in dieser Zusammensetzung besser.» Wie sehr gerade in der Offensive Rhythmus und Form wichtig sind, habe man bei Breel Embolo gesehen. «Er kommt aus einer guten Phase im Klub und hat jetzt auch im Nationalteam brillant gespielt.»

So ganz anders sei es im September bei Haris Seferovic gewesen, der «nach einem schweren Spiel gegen Italien drei Tage später trotz wenig Wettkampfpraxis schon wieder spielen musste». Die Ergebnisse sind bekannt: Embolo bereitete in Genf gegen Nordirland beide Tore vor und war in Litauen zweimal selber erfolgreich; Seferovic dagegen verschoss auswärts gegen Nordirland einen Penalty.

 

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