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Haben russische Diplomaten das WEF ausspioniert?

Russische Spione haben es möglicherweise auf das Weltwirtschaftsforum WEF in Davos abgesehen. Zwei russische Diplomaten haben sich als Handwerker ausgegeben, sind aber aufgeflogen.

21.01.2020 / 06:51 / von: mco
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Von offizieller Seite werden die Spionagevorwürfe dementiert. (Symbolbild: pixabay.com/moritz320)

Von offizieller Seite werden die Spionagevorwürfe dementiert. (Symbolbild: pixabay.com/moritz320)

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Der russische Präsident Wladimir Putin ist einer der grossen Abwesenden beim WEF, das am Dienstag eröffnet wird. Aber seine Angestellten haben bereits im Sommer für Aufregung gesorgt.

Die Bündner Polizei hat Mitte August zwei Russen kontrolliert, die sich als Handwerker ausgaben, berichtet der «Tages-Anzeiger». Einer der zwei soll gesagt haben, er sei Spengler. Bei der genaueren Kontrolle haben die Russen dann aber plötzlich ihre Diplomatenausweise gezückt. Dies, obwohl sie sich im Vorfeld der Reise nicht als Diplomaten akkreditieren liessen. Das heisst, sie hatten keinen Diplomatenstatus, der sie schützt vor Strafverfolgung.

Dass die zwei Russen drei Wochen in Davos bleiben wollten, kam den Bündner Polizisten suspekt vor. Da ein Aufenthalt in der Schweiz für russische Handwerker doch sehr teuer ist. Laut dem «Tages-Anzeiger» vermuten verschiedene Stellen, dass die beiden Russen in Davos einen Plan erstellen sollten, wie WEF-Teilnehmer ausspioniert werden können.

Es ist nicht das erste Mal, dass der russische Geheimdienst in der Schweiz aktiv wird. Er soll auch schon Cyber-Attacken auf die Anti-Doping Agentur Wada in Lausanne und gegen das Labor Spiez eingefädlet haben. Diese konnten zumindest teilweise unterbunden werden.  

Von offizieller Stelle wird die Vermutung nicht bestätigt. Die Botschaft in Bern weist die Spionagevorwürfe zurück. Auch die russischen Vertreter weisen die Spionagevorwürfe zurück. 

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