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Härtefall Schule: Lehrer ausgebrannt - Schüler abgehängt

In der Covid-19-Pandemie stehen die Schulen unter starkem Druck. Beim Lehrpersonal vermehren sich die Burn-Outs. Die Zahl der im Unterricht abgehängten Schülerinnen und Schüler ist alarmierend hoch. Das fand der VPOD in einer Umfrage unter den Lehrkräften heraus.

18.02.2021 / 13:37 / von: sda/mma
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Über die Hälfte der Lehrer gibt an, das ihre Schüler wegen des ersten Lockdowns noch Nachholbedarf hätten. (Symbolbild: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Über die Hälfte der Lehrer gibt an, das ihre Schüler wegen des ersten Lockdowns noch Nachholbedarf hätten. (Symbolbild: KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

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1'200 Lehrerinnen und Lehrer antworteten im Dezember und Januar auf die Fragen, wie der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) am Donnerstag mitteilte. Im Corona-Jahr 2020 standen 87 Prozent von ihnen unter einem gewachsenen psychischen Druck.

Obwohl 81 Prozent angaben, dem Lehrplan folgen zu können, war das doch mit grösseren Aufwand verbunden. Bei 59 Prozent sank die Arbeitszufriedenheit, und 31 Prozent fühlten sich weniger gesund.

56 Prozent der befragten Lehrpersonen gaben an, ihre Schüler hätten aus dem Lockdown vom Frühling 2020 noch Nachholbedarf. In der Deutschschweiz haben 27 Prozent den Eindruck, einige Schülerinnen und Schüler hätten den Anschluss verloren. In der Romandie waren es gar 57 Prozent.

Immerhin erhöhten die Schulen bei 13 Prozent der Befragten in der Deutschschweiz das Nachhilfeangebot. In der Westschweiz intensivierten 46 Prozent den Nachhilfeunterricht.

Bildungsrückstände aufholen

Aus der Umfrage folgert der VPOD, dass die Defizite aus dem Lockdown grosse Aufmerksamkeit brauchen. Die Bildungsrückstände müssten behoben werden. Wie bei der Härtefallhilfe für die Wirtschaft brauche es Mittel, den Schülern wieder auf die Beine zu helfen.

Im laufenden Schuljahr ist es für den Verband nicht sinnvoll, die Benotungs- und Testfrequenzen durchzuziehen. Die Zahl der Prüfungen müsse sinken. Andererseits sind Konzepte nötig, wie Auszubildende auch in diesem vollwertige Abschlüsse erreichen können.

Grösseres Gewicht ist gemäss VPOD der psychologischen Betreuung der Kinder und Jugendlichen beizumessen. Beratungsstellen und Jugendpsychiatrie hätten schon mehrmals Alarm wegen der zunehmenden Depressionen geschlagen. Ressourcen zum Erkennen und Lindern der psychischen Not der Heranwachsenden seien ein Gebot der Stunde.

Zudem müssten Kantone und Schulen etwas gegen die Überlastung und Erschöpfung der Lehrkräfte unternehmen.

Der VPOD sieht also die Kantone in der Pflicht. RADIO TOP hat im Kanton Thurgau nachgefragt, wie sich das umsetzen liesse: 

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