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Immer mehr Zeckenbisse in der Schweiz

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind in diesem Jahr bereits 215 Fälle von Zeckenenzephalitis gemeldet worden. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

13.07.2020 / 14:58 / von: das/sda
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In der Schweiz werden immer mehr Zeckenbisse gemeldet. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

In der Schweiz werden immer mehr Zeckenbisse gemeldet. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Gemäss dem BAG wurden bis Ende Juni hochgerechnet 19'600 Arztbesuche wegen Zeckenstichen registriert. Dies zeige, dass auch im laufenden Jahr sehr viele Zeckenstiche und zeckenübertragene Krankheiten vorkämen, teilt das Bundesamt für Gesundheit mit.

Alleine in den letzten vier Wochen wurden dem BAG 124 FSME-Fälle gemeldet. Im Jahr 2019 waren es bis Ende Juni noch 97 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gewesen. Das Jahr mit den meisten FSME-Erkrankungen bis Ende Juni war seit 2000 bisher 2018.

Grund für den Anstieg seien der warme Frühling und der vermehrte Aufenthalt im Freien während des Corona-Lockdowns: Die günstigen Wetterbedingungen hätten viele Menschen dazu bewogen, ihre Freizeit unter Einhaltung der wegen des Coronavirus empfohlenen Abstandsregeln im Freien zu verbringen.

Gleichzeitig habe sich die Gesundheitskrise wegen der Covid-19-Pandemie möglicherweise während einiger Wochen indirekt auf den Impfzugang und auf die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ausgewirkt. Dies, weil nicht dringende medizinisch Eingriffe verschoben wurden und die Menschen aus Angst vor einer Infektion Arztpraxen weniger aufgesucht hätten.

Die FSME wird durch ein Virus verursacht und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die Zecken sind nur in bestimmten Gebieten von diesem Virus befallen. Gegen die FSME gibt es eine Schutzimpfung. Gegen die andere von Zecken übertragene Krankheit, die Borreliose, gibt es dagegen keine Impfung. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. Häufig verläuft die Infektion auch unbemerkt.

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