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Jedes dritte Schweizer Unternehmen wird ausspioniert

In der Schweiz ist jedes dritte Unternehmen Opfer von Wirtschaftsspionage. Dies belegt eine neue Studie der Universität Bern. Betroffen sind Firmen aller Grössen, vom KMU bis zum Grossunternehmen.

05.02.2020 / 09:56 / von: mma
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Schweizer Firmen werden oft Opfer von Wirtschaftsspionage. (Symbolbild: Pixabay.com/Peter Wiberg)

Schweizer Firmen werden oft Opfer von Wirtschaftsspionage. (Symbolbild: Pixabay.com/Peter Wiberg)

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Bis zu einem Drittel der Schweizer Unternehmen wurden schon mindestens einmal Opfer von Wirtschaftsspionage. Dies berichten die Zeitungen der «CH Media» mit Verweis auf eine neue Studie der Universität Bern, welche der Nachrichtendienst des Bundes in Auftrag gab.

Bei der Wirtschaftsspionage geht es um das Stehlen von geheimen geschäftlichen oder wissenschaftlichen Informationen durch einen ausländischen Akteur. Von filmreifen Einbrüchen in Firmengebäude bis zu Emails mit bösen Anhängen ist alles möglich. Und sei auch bereits in der Schweiz vorgekommen.

Oftmals sind die Spione aus den eigenen Reihen. In 40 Prozent der Fälle war ein ehemaliger oder gegenwärtiger Angestellter involviert. Wer allerdings die jeweiligen Drahtzieher sind, ob Geheimdienst oder Konkurrenz, sei oft nicht ermittelbar.

Die Folgen von Wirtschaftsspionage können gravierend sein. Gemäss der Studie sei in jedem zehnten Fall die Firmenexistenz bedroht. Vor allem in der Telekommunikation, den Biowissenschaften, im Maschinenbau, der Industrie und in der Pharmabranche sind die Firmen stark betroffen. Dabei spiele die Firmengrösse keine Rolle.

Firmen melden Fälle nicht

Die Dunkelziffer der Spionagefälle dürfte einiges höher sein. Denn gemäss der Studie würden viele Firmen die Fälle verschweigen, weil sie einen Reputationsverlust oder die Offenlegung ihrer Firmengeheimnisse befürchten. Die Studienautoren schlagen darum ein anonymes Meldesystem vor.

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