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«Man kann das verantworten»

Die SBB haben Rollmaterial im Einsatz, welches nur notdürftig repariert wurde. Dabei sehen sie kein Problem, im Zusammenhang mit dem tödlichen Arbeitsunfall im Bahnhof Baden. Pendlerorganisationen teilen diese Meinung allerdings nicht.

13.08.2019 / 12:39 / von: rme/mle
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Die SBB haben Rollmaterial im Einsatz, welches nur notdürftig repariert wurde. Dabei sehen sie allerdings kein Problem. (Symbolbild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Die SBB haben Rollmaterial im Einsatz, welches nur notdürftig repariert wurde. Dabei sehen sie allerdings kein Problem. (Symbolbild: RADIO TOP/Marija Lepir)

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Im Bahnhof Baden ereignete sich vor knapp einenhalb Wochen ein tödlicher Arbeitsunfall. Dabei wurde ein Zugbegleiter in einer Türe eingeklemmt und mitgeschleift. Daraufhin musste die SBB viel Kritik einstecken. Offenbar seien Probleme mit den Türen bei diesem Wagentyp bekannt.

Trotzdem halten die SBB in einer internen Weisung fest, dass auch Rollmaterial auf die Schiene darf, welches Defekte an sicherheitsrelevanten Komponenten habe. Diese müssten allerdings soweit entschärft werden, dass die Sicherheit trotzdem gewährleistet sei.

«Man kann diese Weisung nicht mit dem tödlichen Arbeitsunfall vergleichen», sagt SBB-Mediensprecher Raffael Hirt. Dies weil bei diesem Zug keine Probleme bekannt waren oder dieser nur halbfertig repariert aus der Werkstatt kam.

Für die Pendlerorganisation Pro Bahn sind solche Aussagen nur schwer nachvollziehbar. Die Sicherheit der Kunden aber auch der Angestellten dürfe durch solche Aktionen nicht gefährdet werden, sagt Präsidentin Karin Blättler im Beitrag von RADIO TOP:

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Deshalb fordert Pro Bahn die SBB immer wieder auf, die defekten Züge schneller zu reparieren. Aber auch die neuen Problemzüge wie der FV-Dosto sollen endlich pannenfrei eingesetzt werden können.

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