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Marderschäden steigen im Jahr 2020 auf acht Millionen Franken

Jährlich werden der Versicherung Axa im Durchschnitt 17'000 Marderschäden gemeldet. Der Gesamtschaden an Fahrzeugen belief sich dabei im letzten Jahr auf rund acht Millionen Franken.

12.05.2021 / 13:50 / von: kpa
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Marder verursachten im Jahr 2020 Fahrzeugschäden von acht Millionen Franken. (Symbolbild: Keystone)

Marder verursachten im Jahr 2020 Fahrzeugschäden von acht Millionen Franken. (Symbolbild: Keystone)

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Die meisten Marderschäden werden in den Monaten Mai und Juni gemeldet, nämlich dann, wenn das Revierverhalten der Tiere besonders ausgeprägt ist. Ein Marderschaden kostet im Durchschnitt rund 450 Franken.

Wohnmobile sind doppelt so Anfällig auf Marderschäden

Die Schadenfrequenzen der Axa zeigen, dass Wohnmotorwagen doppelt so oft einen Marderschaden aufweisen wie Personenwagen. «Die erhöhte Schadenfrequenz hängt unter anderem damit zusammen, dass Wohnmobile öfter in für Marder zugänglichen Gebieten stehen. Zudem stehen sie über längere Zeit am selben Ort, wodurch sich die Tiere leichter einnisten können», so Fredy Egg, Leiter Schaden. Die Schadenmeldungen bezüglich Wohnmotorwagen stiegen über die letzten Jahre kontinuierlich an. Waren es 2016 noch 338 Fälle, wurden im letzten Jahr ganze 500 Marderschäden an Wohnmobilen gemeldet. Der Umstand, dass Herr und Frau Schweizer die Ferien seit der Corona-Pandemie vermehrt in der Heimat verbringen, könnte diese Zunahme erklären.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Garagist Sven Kollbrunner und Axa-Schadensexperte Patrick Villiger über das Ausmass der Marderschäden:

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Gebirgige Regionen sind weniger betroffen

Gewisse Regionen waren über die letzten Jahre weniger oft von Marderschäden betroffen. In den Kantonen Genf, Wallis oder in Ob- und Nidwalden mussten sich Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter deutlich weniger Sorgen über Marderschäden machen. Das Risiko für einen Marderschaden ist in diesen Kantonen um 60 bis 70 Prozent geringer als im Schweizer Durchschnitt. «Steinmarder, die häufigste Marderart in Mitteleuropa, kommen in der Schweiz nur bis in mittlere Höhenlagen vor. In einem bergigen Kanton leben daher deutlich weniger Tiere als in tieferen Lagen», sagt Fredy Egg.

Verhältnismässig viele Schäden verzeichnete man hingegen im Kanton Jura, Appenzell Innerrhoden und im Kanton Thurgau.

Die Karte zeigt die Schadenfrequenz (Anzahl gemeldeter Marderschäden / Anzahl versicherte Fahrzeuge im Kanton) für Marderschäden relativ zur Schadenfrequenz in der Schweiz (2016-2020).

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