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Mehr als der Hälfte der Zürcher Schulen fehlen die Lehrer

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz «LCH» schlägt Alarm: Der Lehrermangel spitzt sich immer weiter zu, besonders in den Fächern Französisch und Logopädie.

15.06.2020 / 10:23 / von: abl
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Der Lehrermangel in Schweizer Schulen wird immer akuter. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Lehrermangel in Schweizer Schulen wird immer akuter. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

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In der Westschweiz klagen 70 Prozent der Befragten Schulleiter darüber, dass sie insbesondere auf der Sekundarstufe zu wenig Lehrpersonen haben. In der Deutschschweiz sind es etwas mehr als die Hälfte.

Bei den Kindergartenlehrpersonen sind es rund 40 Prozent der Schulen, bei denen zu wenige Bewerbungen eingehen. Im Kanton Zürich kämpfen rund 55 Prozent der Schulleitenden mit Personalmangel.

Und gerade bei Sonderlehrpersonen sei die Situation prekär, schreibt der LCH in einer Mitteilung. In der Deutschschweiz konnten demnach im laufenden Schuljahr nur gerade zwei von fünf Stellen mit qualifiziertem Personal besetzt werden, in einzelnen Kantonen sogar nur eine von fünf.

Der Mangel werde auch im Fach Französisch und in der Logopädie immer deutlicher, so der LCH weiter. Deshalb müssten Schulen häufig zu Notlösungen greifen und die Kinder würden schlussendlich nicht angemessen unterrichtet. 

«Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, es ist bereits zwölf Uhr», warnt der LCH. Deshalb müsste die Politik schnellstmöglich Massnahmen ergreifen und den Lehrberuf attraktiver machen.

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