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Migrantinnen werden trotz hohem Bildungsniveau ausgebeutet

Migrantinnen in der Schweiz werden trotz hoher Bildungsniveaus in der Arbeitswelt häufig ausgenutzt. Laut einem Bericht der Eidgenössischen Migrationskommission sind Migrantinnen im Schnitt besser ausgebildet als Schweizerinnen.

12.06.2019 / 10:59 / von: mma
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Vor allem in der privaten Pflege werden verschieden Formen der Ausbeutung begünstigt. (Symbolbild: Pixabay.com/truthseeker08)

Vor allem in der privaten Pflege werden verschieden Formen der Ausbeutung begünstigt. (Symbolbild: Pixabay.com/truthseeker08)

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Migrantinnen in der Schweiz werden in der Arbeitswelt oft ausgebeutet. Und dies, obwohl sie ein hohes Bildungsniveau haben. Dies geht aus einer Mitteilung vom Mittwoch der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM) hervor.

Die Erwerbstätigkeit liegt bei Migrantinnen deutlich tiefer als bei Schweizerinnen. 68.6 Prozent der Ausländerinnen sind erwerbstätig, bei den Schweizerinnen arbeiten 83 Prozent. Auch im Vergleich zu den ausländischen Männern, dort liegt die Quote bei 78 Prozent, liegen sie zurück. Auffällig sei, dass Migrantinnen viel eher zu einem hohem Pensum arbeiten als ihre Schweizer Kolleginnen, welche öfters Teilzeit arbeiten.

Ausländerinnen finden laut dem Bericht weniger oft eine Stelle. Dies habe aber nichts mit mangelnder Ausbildung zu tun. Im Schnitt sind sie besser ausgebildet als Schweizerinnen und etwa gleich gut ausgebildet wie ausländische Männer.

Viele Verkäuferinnen, wenige Akademikerinnen

Auffallend sei laut Bericht, dass vergleichsweise viele Ausländerinnen als Hilfskräfte, vor allem im Dienstleistungssektor und im Verkauf, arbeiten. Erfreulicher sieht es bei den akademischen Berufen aus. Zwar sind sie auch dort untervertreten, aber weniger als die hohe Anzahl auf der Stufe Hilfskräfte vermuten lässt. Bei den Führungskräften sind sie sogar besser als die Schweizerinnen. Es gibt mehr ausländische, weibliche Führungskräfte.

Festzuhalten sei laut dem Bericht ebenfalls, dass Migrantinnen und Migranten eher einen Job ausüben, für den sie eigentlich überqualifiziert sind. Denn oft finden sie auf ihrem angestammten Beruf keine Stelle. Dies treffe besonders auf Migrantinnen zu. Oft würden sie aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder ihrer Religion diskriminiert.

Eine Möglichkeit für viele Migrantinnen ist die Pflege. Viele steigen so in den Arbeitsmarkt ein. In vielen Spitälern wie auch in der Langzeitpflege finden sich daher vermehrt Migrantinnen, welche über eine andere oder höhere Ausbildung verfügen. Dennoch arbeiten sie als Hilfspflegerin, um ein Einkommen zu haben.

Problematisch sei laut dem Bericht des EKM, dass aufgrund «des Betreuungsnotstand sowie dem Wunsch nach tiefer Pflegefinanzierung und Betreuung in den eigenen vier Wänden» sich ein Vermittlungsgeschäft für Betreuungspersonen für Privathaushalte gebildet habe. Diese seien gesetzlich weitgehend ungeregelt und begünstigen verschiedene Formen der Ausbeutung. Auch seien sie potentiell eher Misshandlungen oder Übergriffen ausgesetzt.

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Alexandra Michel
am 13.06.2019 um 03:37
Alle frauen werden (oder lassen sich) ausnutzen....wenn du kinder hast,bleibt dir keine wahl..