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Migros, SBB & Co. verbieten Frauen das Streiken

Am Frauenstreiktag vom 14. Juni wollen schweizweit tausende Frauen für die Gleichberechtigung auf die Strasse. Ihre Arbeitgeber machen ihnen nun einen Strich durch die Rechnung.

14.04.2019 / 08:19 / von: sfa/sda
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Migrosmitarbeiterinnen und Angestellte anderer Schweizer Grosskonzerne dürfen am 14. Juni nicht in den Frauenstreik treten. (Symbolbild: TELE TOP)

Migrosmitarbeiterinnen und Angestellte anderer Schweizer Grosskonzerne dürfen am 14. Juni nicht in den Frauenstreik treten. (Symbolbild: TELE TOP)

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Die Frauen in der Schweiz rüsten sich zu einem Mega-Streik am 14. Juni. Das ganze Land soll dabei anlässlich des Frauenstreikes von vor fast dreissig Jahren stillstehen. Es gehe in diesem Jahr um Lohngleichheit, Diskriminierung, Gewalt an Frauen und prekäre Arbeitsbedingungen. Als Hauptpunkte sollen am 14. Juni um 11 Uhr und um 15.30 Uhr Streikveranstaltungen stattfinden. Die Vorbereitungen dafür liefen auf Hochtouren und die Mobilisierung für die Streikmassnahmen sei voll im Gange, so die Organisatoren.

Eine Umfrage des «SonntagsBlick» unter grossen Schweizer Unternehmen ergab jetzt, dass die Firmen kein Problem darin sähen, falls die Frauen in ihrer Freizeit streikten. Während der Arbeitszeit sei das allerdings nicht zulässig. Die SBB hoben gegenüber der Zeitung hervor, dass mit allen Mitarbeitern, die dem Gesamtarbeitsvertrag GAV unterstellt sind, eine Friedenspflicht vereinbart sei. Diese Friedenspflicht verbietet das Streiken.

Auch die Migros, Coop, Swiss, Post, UBS und diverse weitere Unternehmen wollen ihren Angestellten keine Streiks erlauben. Mitarbeiterinnen, die trotzdem streiken, müssen mit Konsequenzen rechnen. Laut Arbeitsrechtlern handelt es sich beim Frauenstreik denn auch nicht um einen eigentlichen Streik. Dieser richte sich nämlich in der Regel gegen einen spezifischen Arbeitgeber und soll für die betroffenen Angestellten Verbesserungen im Gesamtarbeitsvertrag bringen. Am Frauenstreiktag hingegen wollen Frauen aus unterschiedlichen Branchen und von unterschiedlichen Arbeitgebern die Arbeit verweigern.

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