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Milliardenverluste für Schweizer Tourismus

Die Coronakrise trifft den Schweizer Tourismus empfindlich. Der Branche gehen Milliarden verloren. Dies zeigen noch unveröffentlichte Zahlen.

30.03.2020 / 07:33 / von: mma
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Jeder dritte Gastrobetrieb fürchtet um seine Existenz. (Symbolbild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Jeder dritte Gastrobetrieb fürchtet um seine Existenz. (Symbolbild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

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Im Januar war die Welt der Schweizer Hotels noch in Ordnung. Sie fuhren das zweitbeste Ergebnis der vergangenen 30 Jahren ein. Die Logiernächte kletterten erstmals seit 1992 auf 3,016 Millionen. Dann kam die Krise.

Nun zeigen Zahlen, die dem «Blick» vorliegen, erstmals wie prekär es um den Tourismus und vor allem die Hotels steht. Die Zeitung beruft sich auf einen noch unveröffentlichten Bericht von Roland Schegg, Professor am Institut für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz HES-SO Valais-Wallis, im Auftrag des Verbands Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus.

Knapp ein Fünftel Umsatzeinbruch

Schegg rechnet mit einem Umsatzverlust von knapp zwei Milliarden Franken bei den Hotels – alleine im Zeitraum von März bis Mai. Das sind fast 20 Prozent des Jahres Umsatzes. Dem gesamten Tourismus entgehen durch das Virus bis Jahresende 6.4 Milliarden Franken. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 18 Prozent.

Der Bericht basiert auf einer Befragung von schweizweit über 2000 Hotels, Gastrobetrieben, Parahotellerie und Bergbahnen. Am stärksten treffe es laut Schegg den Kanton Tessin und Städte wie Zürich, Basel und Genf. Sie leiden besonders unter dem kompletten Einbruch des Geschäfts- und Kongresstourismus. Für April erwartet Schegg einen Rückgang des Umsatzes um 90 Prozent.

Viele fürchten um ihre Existenz. Die gesamte Branche in allen Regionen sei betroffen, erklärt Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, gegenüber der Zeitung. «Jeder vierte Tourismusbetrieb ist existenziell gefährdet», warnt Nydegger. Rund ein Drittel der befragten Hotel- und Gastrobetriebe rechnet mit einem Konkurs. 

Alle Informationen zum Coronavirus in der Schweiz gibt es hier im Ticker.

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