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Movember: Mit Schnäuzen für Männergesundheit

Im November dreht sich wieder alles um Männer, ihre Schnäuze und ihre Gesundheit. Hier gibt es Tipps für die Rasur sowie Pflege und alle Infos zum Movember.

02.11.2020 / 12:00 / von: mle
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Beim Movember dreht sich alles um Männer und ihre Gesundheit. (Bild: Pixabay.com/mmi9)

Beim Movember dreht sich alles um Männer und ihre Gesundheit. (Bild: Pixabay.com/mmi9)

Was ist der Movember?

Im November dreht sich alles zum Männer und ihre Gesundheit. Dies im Rahmen des Movembers. Der Name ist eine Wortzusammensetzung aus November und Moustache (Schnurrbart). Entstanden ist sie Bewegung im Jahr 2003 in Australien. Aus Jux haben sich ein Paar Freunde den ganzen November über einen Schnurrbart wachsen lassen. Als sie immer häufiger auf ihre Gesichtsbehaarung angesprochen wurden und merkten, wie viel Aufmerksamkeit die Schnäuzer auf sich lenken, kam ihnen die Idee. 

Seit 2012 ist die Movember-Bewegung auch in der Schweiz vertreten und erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Mit dem Movember und den stattfindenden Aktionen setzen sie sich für die Männergesundheit ein. Eine grosse Rolle bei dem Thema spielen Prostatakrebs, Hodenkrebs, psychische Gesundheit und Selbstmordprävention. Seit 2003 hat Movember mehr als 1'250 Projekte zur Männergesundheit auf der ganzen Welt finanziert, wie sie auf der Movember-Webseite schreiben.

Wieso braucht es den Movember?

Durch das Geschlecht lässt sich mit am besten vorhersagen, wie gesund jemand ist und welche Lebenserwartung er hat. Für Männer ist das keine gute Nachricht, denn im Durchschnitt sterben Männer auf der ganzen Welt 6 Jahre früher als Frauen.

Außerdem betrifft eine schlechte psychische Gesundheit Männer häufiger als Frauen: Drei Viertel aller Suizide werden von Männern begannen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit jedes Jahr 510'000 Männer durch Suizid sterben. Das ist einer pro Minute.

Prostatakrebs ist weltweit der zweithäufigste Krebs bei Männern und die Anzahl der Fälle soll sich bis 2030 auf 1,7 Millionen erhöhen und damit fast verdoppeln.

Bis 2030 will die Movember Stiftung die Zahl der Männer, die vorzeitig sterben, um 25 Prozent reduzieren.

Wie kann ich mitmachen?

Am einfachsten macht man mit, indem man sich einen Schnurrbart wachsen lässt. Dabei ist nicht nur wichtig, dass man ihn wachsen lässt, sondern auch pflegt. Wer das nicht will oder kann, kann auch anders helfen. Man kann bei den sportlichen Challenges mitmachen oder eine (dieses Jahr wohl virtuelle) Zusammenkunft organisieren. Männer und Frauen können gleichermassen teilnehmen. Auf der Movember-Webseite gibt es alle Informationen dazu.

Einige TOP-Herren machen beim Movember mit und haben sich vorab im Al Capone Barbershop in Winterthur aufhübschen lassen:

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Wie bereite ich mich richtig auf den Movember vor? - So rasiert man sich richtig

Vor dem Schnauz steht natürlich erst die Rasur. Stefano Aventaggiato vom Al Capone Barbershop in Winterthur gibt Tipps für die perfekte Rasur. 

Zunächst sollte man folgende Dinge parat legen: «Alles was ihr braucht ist ein Frottiertuch, eine Rasierklinge, eine Rasierseife, alternativ kann auch der klassische Rasierschaum aus der Dose verwendet werden, sowie ein gutes Aftershave.»

Als aller erstes wird das Gesichtstuch in warmes Wasser gelegt und anschliessend ausgewindet, bis es nicht mehr tropft. «Anschliessend tut ihr euch selbst einen Gefallen, wenn ihr eine bequeme Position einnehmt und das warme Tuch für fünf Minuten über euer Gesicht legt.» So sollen sich die Poren öffnen. 

Im nächsten Schritt kann das Tuch beiseitegelegt werden und der aus der Rasierseife gewonnene Rasierschaum, oder der Rasierschaum aus der Dose, mit einem Pinsel oder mit der Hand im Gesicht verteilt werden. Das soll die Barthaare und die Haut weicher und geschmeidiger machen.

Mit der Rasierklinge wird nun der Bart in Richtung Bartwuchs rasiert. Danach wird der Rasierschaum nochmals aufgetragen und es wird gegen den Strich rasiert. «Somit sollten, wenn alles richtig verläuft, alle Haare entfernt sein und wir zehn Jahre jünger aussehen!»

Das Frottiertuch von vorhin wird wieder befeuchtet, diesmal aber mit kaltem Wasser. Jetzt wieder die bequeme Position einnehmen und das befeuchtete Tuch nochmals für drei bis fünf Minuten über das Gesicht legen, bis sich die Haut abkühlt und bereit für den finalen Schritt ist.

«Als letztes setzen wir noch die Kirsche auf das Sahnehäubchen, indem wir unser Aftershave auftragen.» Das desinfiziert die Haut einerseits und schliesst auch die Poren. Bei der Traditionellen Rasur sei wichtig zu wissen, dass die Haut dadurch viel Feuchtigkeit verliert und eine gute Gesichtscreme empfehlenswert ist.