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Mutmasslicher Kaiman im Hallwilersee gesichtet

Ein Fischer hat am Sonntagabend im Hallwilersee bei Beinwil am See ein Reptil gesichtet. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen Kaiman handeln könnte. Die Suche nach dem Exoten verlief bisher allerdings erfolglos.

16.07.2019 / 17:45 / von: mma/sap
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Die Polizei geht davon aus, dass das Tier aus illegaler Haltung stammt. (Symbolbild: Wikimedia/Mateus Hidalgo under Creative Commons)

Die Polizei geht davon aus, dass das Tier aus illegaler Haltung stammt. (Symbolbild: Wikimedia/Mateus Hidalgo under Creative Commons)

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Der Fischer war am Sonntagabend am Ufer des Hallwilersees zwischen Beinwil am See und Mosen/LU am Fischen. Dies geht aus einer Mitteilung der Kantonspolizei Aargau vom Dienstag hervor. Glaubhaft habe der erfahrene Fischer der Kantonspolizei geschildert, wie er etwa um 21.30 Uhr eine etwa anderthalb Meter grosses Reptil beobachtet habe, das plötzlich an der Wasseroberfläche erschienen und nach einer schwimmenden Jung-Ente geschnappt habe. Danach soll das Tier mitsamt der Beute weggeschwommen sein. Der Fischer verständigte darauf die Polizei. 

Die genaue Beschreibung des Augenzeugen lässt gemäss Experten darauf schliessen, dass es sich um einen Kaiman handeln könnte. Die exotische Spezies jagt in der Abenddämmerung vorwiegend in flachem Wasser nach Beute. Kaimane unterstehen dem Artenschutzübereinkommen und bedürfen zur Haltung einer Bewilligung, heisst es in der Mitteilung weiter. Es sei davon auszugehen, dass das Tier wahrscheinlich aus illegaler Tierhaltung stamme und ausgesetzt worden war.

RADIO TOP hat mit Experten und der Polizei über den Exoten im See gesprochen:

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Keine Gefahr für den Menschen

Laut Einschätzung eines beigezogenen Experten gehe von einem Tier dieser Art und Grösse keine akute Bedrohung für Menschen, namentlich für Badende oder Spaziergänger, aus. Solche Reptilien, zu deren Beuteschema primär Fische und Kleintiere gehören, seien grundsätzlich scheu und reagieren erst aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen.

Auf Veranlassung des kantonalen Veterinärdienstes sowie der kantonalen Jagdverwaltung suchte die Polizei am Montagabend das Seeufer auf dem fraglichen Seeabschnitt ab. Doch vom Kaiman fand man keine Spur. Weitere Suchmassnahmen würden derzeit geprüft, heisst es in der Mitteilung weiter.

Hinweise zur Herkunft des Kaimans und möglichen früheren Tierhaltern würden bislang nicht vorliegen. Die Kantonspolizei Aargau hat mit Unterstützung des Veterinärdienstes entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Da sich die Suche nach einem solchen Tier als sehr schwierig darstellt, bittet die Kantonspolizei um Wachsamkeit. Wer im Hallwilersee ein solches Tier sehen sollte, wird gebeten, dies sofort der Kantonspolizei (Notruf 117) zu melden. Dabei ist zu unterlassen, sich dem Tier zu nähern oder es gar selber einfangen zu wollen.

Ferner sucht die Kantonspolizei Personen, die verdächtige Feststellungen im Zusammenhang mit einer privaten Reptilienhaltung gemacht haben.

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