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Nationalrat will breit angelegte Kampagne gegen Sexismus

Der Bund soll mit einer breit angelegten Kampagne auf Sexismus in der Schweiz aufmerksam machen. Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Motion der Grünen Nationalrätin Regula Rytz (BE) angenommen.

18.06.2020 / 14:06 / von: cgr/sda
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Der Nationalrat hat die Motion der Grünen Nationalrätin Regula Rytz (BE) angenommen. (Archivbild: Keystone/Peter Klaunzer)

Der Nationalrat hat die Motion der Grünen Nationalrätin Regula Rytz (BE) angenommen. (Archivbild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Mit einer breit angelegten Kampagne soll der Bund auf Sexismus in der Schweiz aufmerksam machen. Dieser Ansicht ist der Nationalrat und hat darum eine Motion der Grünen angenommen.

Im Kampf gegen die Ungleichheit zwischen den Geschlechter sehe man, dass die Ursache auch Stereotype seien, die noch nicht überwunden seien, sagte Rytz. «Stereotype Rollenbilder, die nicht sehen, dass Männer und Frauen dieselben Eigenschaften und Fähigkeiten haben.» Mit einer Kampagne, in welche Schulen, Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung eingebunden würden, soll versucht werden, die Stereotype aufzubrechen. 

Barbara Steinemann (SVP/ZH) setzte zur Rede gegen den Feminismus an. Die «humorlose Geschlechterdebatte» gehen auf die Nerven. Eine Kampagne würde die Frau als Sonderwesen zementieren. «Hören wir auf, die Frau als Sonderwesen darzustellen», sagte sie. Die Zeiten seien vorbei, in denen Frauen in einem Patriarchat gefangen, von der Politik ausgeschlossen und auf die Erlaubnisse und Entscheide der Männer angewiesen gewesen seien.

Bundesrat Alain Berset empfahl, die Motion anzunehmen. Der Bundesrat werde im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den Kantonen sowie den Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Kultur eine solche Kampagne umsetzen. Der Rat nahm die Motion mit 100 zu 82 Stimmen bei vier Enthaltungen an. Sie geht an den Ständerat.

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