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Postauto-Einstellhalle in Chur ausgebrannt: Millionenhoher Schaden

In Chur ist am Mittwochabend gegen 21 Uhr die Postauto-Garage im Stadtzentrum in Vollbrand geraten. Es soll beim Brand kleinere Explosionen gegeben haben. Über zwei Dutzend Fahrzeuge wurden komplett zerstört.

17.01.2019 / 12:29 / von: sap/meg/vsu/sda
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In Chur ist am Mittwochabend gegen 21 Uhr die Postauto-Garage im Stadtzentrum in Vollbrand geraten (Bild: twitter.com/sven4wakeup)

In Chur ist am Mittwochabend gegen 21 Uhr die Postauto-Garage im Stadtzentrum in Vollbrand geraten (Bild: twitter.com/sven4wakeup)

Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot im Einsatz (Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot im Einsatz (Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Nach ersten Erkenntnissen sind über 20 Postautos komplett ausgebrannt (Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Nach ersten Erkenntnissen sind über 20 Postautos komplett ausgebrannt (Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Ein riesiges Aufgebot an Feuerwehrleuten aus Chur und Umgebung waren im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Er ist am Mittwochabend, kurz vor 21 Uhr, ausgebrochen. Es soll beim Brand kleinere Explosionen gegeben haben. Rund fünfzig Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnblocks neben der Garage mussten evakuiert werden, hiess es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden. Über die Brandursache lagen gemäss Polizei noch keine Informationen vor. Über zwanzig Postautos sind komplett zerstört worden, zudem sind auch die Einstellhalle und weitere Gebäudeteile beschädigt worden – die Einstellhalle gar komplett zerstört. Nur die Tankstelle, welche sich in dieser Halle befindet, konnte während dem Brand geschützt werden. Es seien auch weitere Autos von Angestellten ausgebrannt. Die Stadtpolizei Chur sperrte mit einem Aufgebot von über fünfzehn Personen die Umgebung.

Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand schwer verletzt. Ein Polizist musste allerdings mit Atembeschwerden ins Spital gebracht werden. 

Millionenschaden durch Feuer

In der Einstellhalle befanden sich gemäss dem Communiqué nicht nur über zwanzig einsatzfähige Postautos und die Privatautos der Mitarbeitenden, sondern auch zu reparierende Fahrzeuge. Die Schadenssumme dürfte um 7,5 Millionen Franken hoch sein. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermittelt nun die Kantonspolizei Graubünden die genauen Umstände, die zum Brand führten.

Gegenüber RADIO TOP bestätigte die Postauto-Sprecherin Katharina Merkle am Mittwochabend den Brand. Das Feuer treffe mit Chur einen wichtigen Nerv des Unternehmens. Die Postauto-Verbindungen sollen am Donnerstag trotz des Brandes eingehalten werden. Postauto hat über die Nacht Ersatzbusse nach Chur gebracht: «In der Nacht sind Postauto-Chauffeure mit Fahrzeugen aus anderen Teilen Graubündens und angrenzenden Regionen nach Chur gefahren». Wie es danach weitergehe, müsse nun organisiert werden. Es sei eine grosse Herausforderung sagt Merkle am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA: «Wir müssen schweizweit schauen, wo wir Fahrzeuge herbekommen». Das sei nicht so einfach, da die Ersatzfahrzeuge ja in den jeweiligen Regionen als Back-Up gebraucht würden. «Auch längerfristig ist es eine grosse Herausforderung», ergänzt Merkle. Bis zwanzig neue Fahrzeug beschafft seien, daure es eine Weile. Die Garage sei die wichtigste für die Linien ab Chur, sowohl für Pendlerinnen als auch für den Tourismus – beispielsweise, um in die Lenzerheide zu gelangen.