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Reichste Schweizer 2021 um 115 Milliarden reicher geworden

Die Corona-Pandemie hat grosse Teile der Wirtschaft stark getroffen. Dazu gehört beispielsweise die Gastronomie. Im Coronajahr 2021 gab es aber auch Gewinner. So konnten die 300 reichsten Schweizer ihr Vermögen um rund 115 Milliarden Franken steigern.

26.11.2021 / 06:50 / von: psc/sda
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Zu den grössten Verlierern unter den 300 Reichsten gehört Wahlschweizer Viktor Vekselberg. (Bild: KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN)

Zu den grössten Verlierern unter den 300 Reichsten gehört Wahlschweizer Viktor Vekselberg. (Bild: KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN)

Die Ikea-Dynastie bleibt an der Spitze der reichsten Schweizer. (Bild: KEYSTONE/AP/REMY DE LA MAUVINIERE)

Die Ikea-Dynastie bleibt an der Spitze der reichsten Schweizer. (Bild: KEYSTONE/AP/REMY DE LA MAUVINIERE)

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Die 300 reichsten Schweizer haben ihr Vermögen im laufenden Jahr deutlich gesteigert. Zusammen sind sie 821,8 Milliarden Franken schwer, wie das Magazin Bilanz in seinem Ranking der 300 Reichsten schreibt.

Der Vermögenszuwachs zum Vorjahr beträgt satte 16,3 Prozent. Dies sei der höchste Anstieg seit Erscheinen des Rankings. Im Durchschnitt besitzt eine Person im Ranking rund 2,7 Milliarden Franken. Im Vergleich zu 1989 hat sich das durchschnittliche Vermögen damit mehr als vervierfacht. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz habe sich im gleichen Zeitraum lediglich etwas mehr als verdoppelt, schreibt die Bilanz weiter.

Dass die Reichen immer reicher werden, ist ein globales Phänomen. Auch die Reichsten-Rankings des «Manager Magazins» und von Forbes zeigen deutliche Vermögenszuwächse. Es ist auch ein gewisser Aufholtrend zu beobachten, denn im Vorjahr betrug das Wachstum in der Schweiz lediglich 0,7 Prozent. Befeuert wurde der Anstieg vor allem durch die wieder anziehende Konjunktur und den anhaltenden Börsenboom.

Ikea-Dynastie bleibt an der Spitze

Seit 20 Jahren steht ununterbrochen die IKEA-Familie an der Spitze des Rankings. Aktuell kommen die Erben Jonas, Peter und Mathias Kamprad auf ein Vermögen von 56 Milliarden Franken.

An zweiter Stelle folgen die Familie Hoffmann, Oeri und Duschmalé mit einem geschätzten Vermögen von 34,5 Milliarden Franken. Sie profitierte vor allem vom starken Kursanstieg ihrer Mehrheitsbeteiligung am Pharmariesen Roche.

Den grössten Sprung nach vorne machte die neue Nummer drei im Ranking, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne von Kühne+Nagel. Sein Vermögen hat sich in Jahresfrist auf 29,5 Milliarden Franken fast verdoppelt.

Auch bei den Superreichen geht die Schere weiter auseinander. So wuchs das Vermögen der Top Ten mit 18,6 Prozent deutlich stärker als der Durchschnitt. Zusammen entfallen auf sie knapp ein Drittel des Gesamtvermögens.

Die Reichsten mit dem grössten Wachstum

Die grössten Zuwächse registrierte die Bilanz beim Checkout.com-Gründer Guillaume Pousaz (+7,25 Milliarden) und bei den Gründern der Partners Group Alfred Gantner, Marcel Erni und Urs Wietlisbach (+5 Milliarden).

Auch der Blocher-Klan legte deutlich zu. Das Vermögen aller Familienmitglieder stieg um 4 Milliarden auf 19,5 Milliarden Franken. Allein die Beteiligungen an Ems-Chemie schätzt die Bilanz auf einen Wert von 15 Milliarden Franken.

Die Aufsteiger

Aktuell braucht man ein Vermögen von über 100 Millionen Franken, um es in das Ranking der Superreichen zu schaffen. 11 Personen sind erstmals in diese Liga aufgestiegen. Zusammen kommen sie auf ein Vermögen von rund 9 Milliarden Franken.

Zu den bekanntesten Einsteigern gehören der Roche-CEO Severin Schwan und der Banker Boris Collardi. Auch die Top-Manager des Schuhherstellers On (David Allemann, Olivier Bernhard, Caspar Coppetti, Martin Hoffmann und von Marc Maurer) schafften es durch einen erfolgreichen Börsengang in das Ranking. Ihr Vermögen wird auf 2 bis 2,5 Milliarden geschätzt.

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