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Reisebranche befürwortet Flugticketabgabe

Um den Klimawandel in Schach zu halten, fordern Naturschützer eine Flugticketabgabe. Nun wird diese auch von Reiseveranstaltern unterstützt. Dennoch herrschen Zweifel darüber, ob die Flugfrequenz damit tatsächlich eingedämmt werden kann.

11.09.2019 / 05:12 / von: sbr
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Das Fliegen soll auch gemäss Reiseveranstaltern teurer werden. (Symbolbild: pixabay.com/Free-Photos)

Das Fliegen soll auch gemäss Reiseveranstaltern teurer werden. (Symbolbild: pixabay.com/Free-Photos)

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Die Schweizer reisen gerne und viel. Trotz Klimastreiks ist auch im ersten Halbjahr 2019 die Zahl der abgefertigten Passagiere am Flughafen Zürich gestiegen. 2,4 Prozent beträgt der Anstieg, womit die Zahl auf insgesamt 14,9 Millionen Passagiere gestiegen ist. Mitunter deshalb will die Reisebranche nun etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Reiseveranstalter unterstützen die geforderte Flugticketabgabe. «Ich finde es richtig, dass der Bund ambitiöse Ziele formuliert», sagt Roger Geissberger, Chef der Knecht Reisen Gruppe gegenüber den Zeitungen von CH-Media. Fliegen sei unverschämt günstig und werde durch die Abgabe nur geringfügig teurer. Jedoch befürchtet Geissberger, dass die Vorgabe des Bundes bis 2050 Co2-neutral zu werden zu ambitiös ist.

Auch wenn die Touristen wegen der Flugticketabgabe längerfristig weniger reisen, könnte die Zahl wegen des Bevölkerungswachstums gleich bleiben oder gar weiter ansteigen. Ihre Kunden seien zwar sensibilisiert, jedoch stellt Markus Fässler von Hotelplan kein konsequentes Verzichten auf Flugreisen fest. Die freiwillige Flugticketabgabe über Veranstalter wie beispielsweise myclimate ist gestiegen. Jedoch weiss Roger Geissberger: «Nur etwa 15 Prozent unserer Kunden kompensieren ihre Flüge».

Vom weltweiten CO2-Ausstoss macht der Flugverkehr zwei bis drei Prozent aus. Ein Wert, welcher laut Geissberger nicht unwesentlich ist. Dennoch betont er, dass der Flugverkehr nicht der Haupttreiber der Umweltbelastung ist. In der Schweiz sind es laut Reto Knutti, ETH-Klimaforscher 18 bis 24 Prozent. Das ist in etwa der gleiche Anteil wie beim Gebäudeausstoss.    

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Hansruedi Güntert
am 17.09.2019 um 14:41
natürlich ist nicht anders zu erwarten. Die Reisebranche verdient schlussendlich eine Bearbeitungsgebühr für ihre Umtriebe.