Pull down to refresh...
zurück

Schweiz hat F/A-18 Jets nicht ausreichend getestet

Die Risse und anderen Defekte bei den Kampfjets wären offenbar vorhersehbar gewesen. Vor dem Kauf vor 30 Jahren sind die F/A-18 aber nicht auf Herz und Nieren getestet worden.

21.04.2019 / 07:49 / von: sfa
Seite drucken Kommentare
0
Die Schweiz hat ihre F/A-18 vor dem Kauf offenbar nicht ausreichend getestet. (Symbolbild: wikipedia.org/US-Navy)

Die Schweiz hat ihre F/A-18 vor dem Kauf offenbar nicht ausreichend getestet. (Symbolbild: wikipedia.org/US-Navy)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Die F/A-18 Kampfjets der Schweizer Luftwaffe sorgten in den letzten Monaten und Jahren immer wieder für Probleme: Die Flotte musste zum Teil gegroundet werden, weil kaputte Scharniere oder Risse an den Maschinen auftauchten. Dokumente des Bundesamts für Rüstung Armasuisse, welche der «Sonntagszeitung» vorliegen, zeigen nun: Die Probleme wären zumindest vorhersehbar gewesen. Allerdings hat die Schweiz die Jets vor dem Kauf vor rund 30 Jahren nicht ausreichend getestet, so die internen Dokumente.

Die F/A-18 Jets stammen vom US-amerikanischen Hersteller Boeing und sind grundsätzlich nicht für die Topographie der Schweiz ausgelegt: Aufgrund der Alpen sind die Jets hierzulande stärkeren Belastungen ausgesetzt. Sie sind vom Hersteller daher eigens für die Schweiz angepasst worden. Dabei sind verschiedene Tests, etwa der Vibrationen, aber offenbar nicht durchgeführt worden.

Darüber hinaus haben die Anpassungen dazu geführt, dass die Jets nachträglich umgebaut wurden und für die Mechaniker des Bundes so zu «Wundertüten» würden. Nicht alle Jets sind auf dieselbe Art und Weise umgebaut worden. Das sorgt derzeit für Zusatzaufwand, weil die Jets aktuell gewartet werden – so soll ihre Lebensdauer verlängert werden, bis die Schweiz neue Kampfjets beschafft hat. Die möglichen Modelle dafür werden derzeit in Payerne VD getestet.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare