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Schweiz will 20 unbegleitete Minderjährige aus Lesbos aufnehmen

Die Schweiz will rund 20 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem niedergebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufnehmen. Das teilte der Bundesrat am Freitag mit. Im Zentrum steht für die Regierung aber die Hilfe vor Ort.

11.09.2020 / 13:52 / von: sda/mco
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Die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos trifft unbegleitete Kinder und Jugendliche besonders hart. Die Schweiz will 20 von ihnen aufnehmen. (Bild: KEYSTONE/AP/Panagiotis Balaskas)

Die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos trifft unbegleitete Kinder und Jugendliche besonders hart. Die Schweiz will 20 von ihnen aufnehmen. (Bild: KEYSTONE/AP/Panagiotis Balaskas)

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos stand nach dem Ausbruch mehrerer Brände in der Nacht zum Mittwoch fast vollständig in Flammen. Es ist das grösste Flüchtlingslager Griechenlands und Europas.

Am Freitagnachmittag geht ein Hilfsflug mit rund einer Tonne Material nach Athen ab. An Bord sind Schlafsäcke, Schlafmatten, Wasserkanister, Küchenutensilien und andere Hilfsgüter, um welche die griechische Regierung ersucht hatte.

Ebenfalls im Flugzeug sitzen zwei Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Das Aussendepartement EDA hat bis zu einer Million Franken für die humanitäre Hilfe bereitgestellt, um auf die dringendsten Bedürfnisse der vom Brand betroffenen Menschen reagieren zu können.

Es gehe vor allem darum, unverzüglich die Unterbringung, Versorgung und den Schutz der Migrantinnen und Migranten sicherzustellen, schreibt der Bundesrat. Eine Verteilung der betroffenen Migrantinnen und Migranten in die EU-Länder steht nach seinen Angaben nicht im Vordergrund.

Die Schweiz ist aber bereit, 20 der insgesamt rund 400 unbegleiteten Minderjährigen aufzunehmen. Das stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf eine informelle Anfrage aus Deutschland hin in Aussicht. Diese besonders vulnerablen Kinder und Jugendlichen sollten umgehend evakuiert und in anderen europäischen Ländern aufgenommen werden, heisst es in der Mitteilung.

RADIO TOP sprach mit Experten darüber, wie die Situation für die Minderjährigen gerade ist:

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