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Schweizer glauben Falschinformationen übers Impfen

Eine neue Studie zeigt: Die Mehrheit der Schweizer ist fehlerhaft über die Vor- und Nachteile des Impfens informiert. Eine Minderheit glaubt sogar, dass Impfen Autismus auslösen kann – obwohl dies medizinisch widerlegt ist.

21.04.2019 / 09:49 / von: sfa/sda
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Eine Mehrheit der Schweizer ist vom Nutzen des Impfens nicht restlos überzeugt. (Symbolbild: pixabay.com/WikiImages)

Eine Mehrheit der Schweizer ist vom Nutzen des Impfens nicht restlos überzeugt. (Symbolbild: pixabay.com/WikiImages)

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Über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist laut der «NZZ am Sonntag» über das Impfen falsch informiert. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine noch unveröffentlichte, repräsentative Umfrage der Universität Lugano im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG. Demnach glaube nur eine Minderheit etwa sachlich korrekten Aussagen wie «das Immunsystem wird durch mehrere Impfungen nicht belastet». Laut der Umfrage antworteten 23 Prozent der Befragten auf diese Aussage mit «falsch», 33 Prozent mit «weiss nicht».

Auch stimmten rund elf Prozent der nachweislich falschen Aussage zu, dass Impfungen etwa Krankheiten wie Autismus, multiple Sklerose und Diabetes auslösen könnten. Die Skepsis der Bevölkerung werde zudem durch radikale Impfgegner genährt, die den Diskurs auf Internetplattformen dominierten. Dazu käme, dass solche Inhalte von Suchmaschinen priorisiert würden.

Der tiefe Wissensstand der Bevölkerung alarmiert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht gar einen Zusammenhang mit dem drastischen Anstieg von Masererkrankungen. So ist die Zahl der Ansteckungen in den ersten drei Monaten dieses Jahres viermal so hoch, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Im vergangenen Jahr sind in Europa 72 Kinder und Erwachsene an einer Maserinfektion gestorben. Auch in der Schweiz stecken sich regelmässig Personen mit den Masern an. Die Zahl der Ansteckungen ging im letzten Jahr jedoch zurück.

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