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Schweizer Handballer scheiden an der EM aus

Das EM-Abenteuer der Schweizer Handballnationalmannschaft ist zu Ende. Die Schweizer haben gegen Slowenien verloren und sind somit in der Gruppenphase ausgeschieden.

14.01.2020 / 20:16 / von: pwa/sda
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Die Schweizer Handballer verlieren gegen Slowenien und scheiden an der EM aus. (Screenshot: SRF)

Die Schweizer Handballer verlieren gegen Slowenien und scheiden an der EM aus. (Screenshot: SRF)

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Die Schweizer Handballer sind an der Europameisterschaft ausgeschieden. Das Team von Trainer Michael Suter unterlag in Göteborg im letzten Vorrundenspiel gegen Slowenien 25:29.

Um sich aus eigener Kraft für die Hauptrunde zu qualifizieren, hätten die Schweizer die Slowenen mit mindestens acht Toren Unterschied bezwingen müssen. Die Hoffnungen auf ein Wunder, nichts anderes wäre ein solches Resultat gewesen, zerschlugen sich rasch. Zwar war die Leistung in der Verteidigung ordentlich - sechs Gegentreffer kassierten die Schweizer ins leere Gehäuse. In der Offensive steckte aber in der ersten Halbzeit der Wurm drin. Die Effizienz im Angriff betrug in den ersten 30 Minuten lediglich 36 Prozent. Am Ende waren es 47 Prozent.

Der Tiefpunkt in der ersten Hälfte waren drei Fehlpässe in Serie - zweimal Topstar Andy Schmid, einmal Lenny Rubin. Das nutzten die Slowenen zu drei einfachen Toren vom 10:6 (21.) zum 13:6 (24.). Zu wünschen übrig liess lange auch die Schussqualität der Schweizer; der slowenische Keeper Klemen Ferlin musste für die zehn Paraden in der ersten Halbzeit nicht über sich hinauswachsen. So stand es zur Pause 16:10 für den WM-Dritten von 2017, womit praktisch klar war, dass die Schweizer zum elften Mal in Folge gegen die Slowenen verlieren würden.

«Der Start war vernünftig», sagte Suter, «wir waren mental bereit». Die vergebenen Chancen hätten sie jedoch verunsichert und dann seien die Fehlpässe gekommen. «Das war ein schwieriger Moment, da geht einem als Coach viel durch den Kopf.» Nach der Pause steigerten sich die Schweizer. In der 57. Minute vergab Schmid alleine vor Urh Kastelic die Möglichkeit, auf 24:27 zu verkürzen. Dennoch war der fünffache Bundesliga-MVP mit acht Toren der beste Werfer seiner Mannschaft.

Dass die Schweizer die zweite Halbzeit zu ihren Gunsten entschieden, unterstreicht den Charakter des Teams. «Das war uns extrem wichtig», betonte Suter. «Es wäre extrem schwierig gewesen für uns, wenn wir eine Klatsche gekriegt hätten. Darum machte ich der Mannschaft ein Kompliment.» Überhaupt war er stolz auf seine Spieler, «auch wie sie gearbeitet haben. Und den Sieg gegen Polen kann uns niemand mehr nehmen.»

Der slowenische Trainer Lubomir Vranjes antwortete auf die Frage, was der Unterschied zwischen den beiden Teams gewesen sei: "Ich habe mehr erfahrene Spieler." Genau das ist der Punkt. Mit Ausnahme von Andy Schmid nahmen sämtliche Schweizer zum ersten Mal an einer EM-Endrunde teil. Das war gegen Schweden und Slowenen zu sehen. Ausserdem verfügen diese beiden Mannschaften schlichtweg über mehr individuelle Klasse.

"Die slowenischen Spieler wissen genau, was sie machen müssen", sagte Luka Maros, der in der zweiten Halbzeit vier Tore erzielte. Doch genau auf dieses Niveau möchte der Aufbauer kommen. "Der Sieg gegen Polen war wunderschön, aber wir wollen mehr erreichen. Wir wollen Teams wie Slowenien bezwingen." Suter ergänzte: "Es ist ein langer Weg." Zudem seien sie nach der Partie gegen Polen etwas müde gewesen. "Wir haben noch nicht so viele Varianten in der Verteidigung auf diesem Level, mussten daher Spieler auspressen." Wichtig ist ihm nun, die entstandene Euphorie aufrechtzuerhalten. Viele Schweizer Fans sorgten in Göteborg für eine fantastische Stimmung. Das ist etwas, das auch Maros mit nach Hause nimmt. Der Fahrplan der Schweizer stimmt - trotz dem Scheitern in der Vorrunde.

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