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Schweizer stehen hinter der «Ehe für alle»

Die Schweizer Bevölkerung steht hinter der «Ehe für alle». Mehr als 80 Prozent sprechen sich dafür aus, 70 Prozent befürworten die Samenspende für Lesben. Die Gegner der «Ehe für alle» kämpfen nun im Ständerat dagegen an.

 

09.11.2020 / 09:06 / von: mma
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Die «Ehe für alle» ist unter Schweizerinnen und Schweizer unbestritten. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die «Ehe für alle» ist unter Schweizerinnen und Schweizer unbestritten. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)

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Die Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter der «Ehe für alle». 82 Prozent befürworten, dass Frauen Frauen und Männer Männer heiraten dürfen. Auch die Zustimmung für die Samenspende für Lesben ist mit 70 Prozent gross. Dies zeigt eine neue Umfrage von GFS Zürich, die im Auftrag der Schwulenorganisation Pink Cross durchgeführt wurden und dem «Blick» vorliegt.

Im Juni hatte sich der Nationalrat für die «Ehe für alle» ausgesprochen. Damit die «Ehe für alle» aber Realität wird, muss das Parlament das Anliegen noch fertig beraten. Als nächstes ist die Rechtskommission des Ständerats am Zug, danach wird die Vorlage im Plenum des Ständerats diskutiert. Da der Rückhalt für das Anliegen in der Bevölkerung so hoch ist, kämpfen nun rechtskonservative und evangelikale Kreise im Ständerat dagegen an.

Sie monieren, dass es nicht nur eine Gesetzes-, sondern eine Verfassungsänderung braucht. Und dies, obwohl ein Rechtsgutachten des Bundesamts für Justiz längst geklärt hat, dass keine Verfassungsänderung nötig ist.

Entscheidet der Ständerat anders, könnte die «Ehe für alle» in weite Ferne rücken. Denn bei einer Verfassungsänderung müsste die Debatte im Parlament erneut geführt werden. Die Hoffnung der Gegner: Bei einer Abstimmung könnte das Anliegen am Ständemehr scheitern.

Die zuständige Ständeratskommission berät noch diese Woche über das Geschäft. Nach Ende der parlamentarischen Beratung kommt es voraussichtlich zur Volksabstimmung: Konservative Kreise haben nämlich ein Referendum angekündigt.

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Thomas Ramseier
am 29.11.2020 um 17:13
Der Ständer gehört ausgewechselt !Er vertritt gar nicht wirklich das Volk !!